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Endlich wieder ein Lebenszeichen

Nun war es aber laaaange still um uns! Das soll so natürlich nicht bleiben – aber hier war es einfach so fürchterlich trubelig und turbulent, dass ich gefühlt zu üüüüberhaupt gar nichts kam. 😉 Ich denke, ich werde die nächste Zeit ein bisschen erzählen, was so los war. Jetzt freue ich mich aber erstmal, dass ich überhaupt wieder da bin.

Gestern hatte die Kleine ihre U7. Sie misst nun stolze 85 cm und wiegt 11,3 kg. Damit ist sie eher klein und eher zart, aber das sehen wir ja auch im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern, wenn wir im SpielRaum sind oder uns privat mit anderen Kindern treffen. Sie ist immer kleiner als die anderen Gleichaltrigen und dass sie nicht dick ist, sieht man ihr ja an. Wobei ich sie auch nicht als „zart“ beschrieben hätte, sie wirkt nicht besonders schmal. Ihre Oberschenkelchen sind schon eher kräftig… 😉 Kopfumfang hat sie 49,5 cm – das wusste ich aber schon, sie liebt es, wenn ich sie ausmesse und kommt alle paar Tage mit meinem Maßband und will, dass ich sie messe.

Auch die restliche Untersuchung verlief problemlos. Sie hat alles bestens mitgemacht, mit der Ärztin Ball gespielt, Tiere benannt (bzw. ihre Laute nachgemacht, die meisten kann sie nicht benennen), sich widerstandslos untersuchen lassen (wobei sicher von Vorteil war, dass sie einen Arztkoffer besitzt und uns sehr gerne mit selbigem untersucht).

Wir wurden gefragt, ob sie schon 2-Wort-Sätze spricht. Ich musste fast lachen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich Sorgen um ihre Sprachentwicklung gemacht – beziehungsweise nicht um die Entwicklung (ich war mir recht sicher, dass alles okay ist und sie halt einfach spät dran ist), aber hätten wir die Untersuchung in ihrem 22. Lebensmonat gemacht, was ja auch schon im U7-Zeitraum läge, dann hätte sie noch lange keine 50 Worte gekonnt und auch überhaupt nichts kombiniert. Seit Anfang Juni kombiniert sie viel und seit Mitte Juni explodiert der Sprachschatz. Ende Mai hatte ich ihre bekannten Wörter gezählt und war auf 75 gekommen – Mitte Juni hatte ich den Überblick dann verloren, weil sie ganz plötzlich total viele neue Worte konnte, und täglich mehrere neue dazu kamen. Sie erzählt schon ganze Zusammenhänge: „Dir hunter lleine nein, Hoppada! Dir hunter Mama Hand.“ (Sie geht die Treppe nicht alleine runter, da könnte sie fallen, sondern an Mamas Hand.) Oder wenn sie rauf in unseren oberen Stock möchte, um die Kaninchen zu füttern, fragt sie: „Dir hoch Hoppa aah?“ Oder sie will im Garten mit dem Papa Ball spielen: „Dir hunter Papa Bann?“ (gefolgt von ihrer Eklärung, wie sie gedenkt die Treppe hinunter zu steigen – siehe oben) So kommt sie schon auf richtig lange Erzählungen und Worte. Sie meidet fast alle Füllwörter wie „oder“ oder „und“, die werden einfach ersatzlos weggelassen, und sie benutzt generell wenige Verben, sondern reiht die Substantive eines Satzes in fast willkürlicher Reihenfolge aneinander. Möchte sie eine Tatsache verneinen, reiht sie alles aneinander und fügt gerne ganz am Ende ein „nein“ hinzu. Die Ärztin war jedenfalls ganz beeindruckt, als ich das erzählte – und ich ganz überrascht, dass sie das beeindruckend fand, es kommt mir so normal vor…

Wir haben nun also eine ganz normal entwickelte, fitte kleine Mausemadame, über die wir sehr glücklich sind! 🙂

Warten auf das Platzen des Sprachknotens…

Ich habe ja schon das ein oder andere Mal von den sprachlichen Entwicklungen der Kleinen berichtet … aber leider hat sich seit meinem letzten Eintrag nicht mehr viel getan. Recht neu ist (ich weiß gerade gar nicht, ob ich das schon irgendwo erzählt habe), dass sie zu sich selbst „Dir“ sagt. Eine Zeitlang war sie selbst ja „Dede“, dann schwenkte sie um und sagt nun ganz deutlich „Dir“. Vermutlich eben, weil man sie so ja sehr häufig anspricht („Ich helfe Dir„, „Ja, ich gebe es Dir„, „Soll ich Dir das holen?“). Seit sie selbst „Dir“ zu sich sagt, habe ich mal bewusst darauf geachtet – und da wir normalerweise nicht von ihr in der dritten Person sprechen, wenn wir mit ihr reden (was manche Eltern ja schon tun und zum Beispiel sagen „Möchte der Paul noch etwas trinken?“), sondern sie immer direkt ansprechen, sagen wir tatsächlich häufiger „Dir“ als ihren Namen zu ihr. Kein Wunder, dass sie sich selbst nun so nennt!

Das führt zu mitunter auch ganz lustigen Konversationen. Wenn man sie zum Beispiel fragt „Wem soll ich das denn geben?“ und sie antwortet mit „Dir!“, dann meint sie natürlich nie denjenigen, der gefragt hat, sondern immer sich selbst. 😉 Genauso wenn man sie fragt „Wem gehört das?“, dann antwortet sie auch mit „Dir“, meint aber niemals das Gegenüber. Manche Unterhaltungen klingen definitiv vollkommen absurd, wenn man da mal bewusst darauf achtet!

Sie kombiniert nun schon länger Worte und Gesten, um Geschichten nachzuerzählen. Neulich zum Beispiel war ihr Patenonkel (der Bruder meines Mannes) zu seinem Vater (also dem Opa der Kleinen) geflogen, der im Ausland lebt. Der Kleinen erzählten wir das. Sie kann den Namen des Patenonkels noch nicht sagen und nennt ihn hartnäckig „Mamm“ (= Mann). Nur zur Erinnerung, Opa hieß Happi. Also erzählte sie folgendes: „Mamm Happi! [der Patenonkel ist bei Opa] *Geste für Flugzeug* [Er ist hingeflogen] *Laut für Schlafen* [Er bleibt da ein paar Tage und übernachtet da] *Geste für Flugzeug* [Dann fliegt er wieder heim] Mamm Dir!“ [Und dann besucht er mich wieder]

Leider bleibt es weitgehend dabei. Ganz ab und zu kommt mal ein neues Wort hinzu (das derzeit neueste ist schon ein paar Tage alt, ist aber „Eiee“ – „Eisbär“) – während sie aber gleichzeitig auch immer wieder Wörter auf einmal wieder nicht mehr verwendet, die schon mal ziemlich zuverlässig kamen. Andere werden verändert („Eimaa“ – Einmal – ist nun verändert worden zu „Eimanoo“, ihr einziges dreisilbiges Wort, soll heißen „Einmal noch“ ;-), wird aber auch verwendet für „Immer wieder“). Was gar nicht mehr vorkommt ist „Sitze“ oder „Tinke“ – Stillen ist „Nomanom“ oder sowas ähnliches, normales Trinken ebenfalls, manchmal mit dem Zusatz „Tee“ (was aber trotzdem Wasser bedeuten kann).

Alles in allem scheint also derzeit nicht allzu viel in Bewegung zu sein, was die Sprache angeht. Ich hoffe sehr, dass da bald mal mehr kommt. Nun ist sie schon fast 22 Monate alt! Etwa in diesem Alter platzte beim Großen der Knoten und ganz plötzlich kam ich gar nicht mehr hinterher, seine Worte aufzuschreiben, die er so sagte… Bei ihr kann ich das noch mühelos. Und in unseren Spielgruppen wird sie nun von den meisten Kindern sprachlich abgehängt. Wobei sie dennoch sehr klar mitteilen kann, was sie möchte, und die anderen Kinder sie auch durchaus verstehen. DAFÜR also braucht sie nicht reden lernen. *lach* Aber daheim merke ich, dass sie durchaus mal komplexere Zusammenhänge erzählen möchte, und da komme ich dann oft nicht mehr mit, was sie nun eigentlich meint. Besonders wenn es eben eine Nacherzählung von etwas ist, was länger her ist (sie erzählt heute noch, dass sie vor WOCHEN mit dem Papa am Flughafen war und von seinem Arm aus Flugzeuge angeschaut und ihnen nachgewunken hat – das ist ewig her, aber erst gestern berichtete sie mir mit wichtiger Miene: „Papa *Geste für Flugzeug*. Papa Aarm. *Geste für Flugzeug* *Winken*. Papa *Winken*. Eimanoo *Geste für Flugzeug* *Winken*.“ [Ich war mit Papa am Flughafen, ich war auf Papas Arm. Ich habe den Flugzeugen gewunken. Papa hat auch gewunken. Da waren immer wieder Flugzeuge, denen wir gewunken haben.] Das versteht man natürlich nur, wenn man weiß, wovon sie berichtet. Erzählt sie nun etwas, was ich nicht direkt einordnen kann, dann kapiere ich es oft erst bei mehrmaligen Anläufen, wenn sie mehr Details hinzunimmt – oder eben auch öfter mal überhaupt nicht, da wird sie dann ganz verzweifelt.

Ich hoffe also sehr, dass sich da bald was tut! So langsam finde ich das Rätselraten um kombinierte Gesten und Worte doch recht anstrengend…

Sprachentwicklung – so spannend!

Ich kann gar nicht so schnell aktualisieren (oder ich könnte täglich nichts anderes posten als die Sprachentwiklung der Kleinen!), wie sie sich entwickelt. Es ist gar nicht mal nur der Sprachschatz. Ja klar, sie spricht täglich mehr Worte, kombiniert sie immer neu, kombiniert auch ganz viel mit Gesten und Mimik, so dass sie schon richtig komplexe Dinge sagen oder Gegebenheiten „nacherzählen“ kann. Das finde ich so spannend! Sie kommuniziert ganz offensichtlich total gerne und steckt da auch viel Energie rein. Das gefällt mir Plaudertasche ja richtig gut! 😉

Neu hinzugekommen sind folgende Worte:

  • Tee (Tee)
  • Hi (hi – in Verbindung mit dem Telefon)
  • Pipp (Pipi oder Stinki machen – sie sagt es sowohl, wenn der kleine Hund von unseren Vermietern im Garten ist und sie weiß, dass er da nun hinmacht, als auch wenn ich auf die Toilette gehe, oder wenn ihr selbst ein Pups entkommt :D)
  • Detzt (Jetzt)
  • Lette (Tablette, gemeint ist damit die tägliche VitaminD-Tablette)
  • Hadd (Hand, kommt selten)
  • Bee (Bär)
  • Hoppa (Kaninchen, die seither auch bei uns bloß noch „die Hoppas“ sind 😉 )
  • Hopp Hopp (meint Hopp Hopp als Antreibungsruf – scheine ich öfter zu benutzen, das war mir gar nicht so klar… *ähem*)
  • Úwha (wh wie in englisch what, starke Betonung auf dem U, klingt wie ein afrikanischer Stamm Ureingeborener – heißt Oma)
  • Happi (Opa)
  • Aarm (Warm)
  • Eizss (eins, sie „zählt“ damit, also zum Beispiel wenn sie 3 Teile zusammensteckt, dann sagt sie „eizss, eizss, eizss“)
  • Eimaa (einmal, zB für „noch einmal vorlesen, dann ist Schluss“)
  • wheh (wh wie ein englisch when – heißt weh, braucht sie leider gerade oft beim Wickeln, weil sie wieder etwas wund ist und wohl jedes säubern wehtut)
  • dut (gut)
  • Dede (ihr eigener Name – was extrem witzig ist, weil weder ein D noch ein E darin vorkommt… Wir haben keine Ahnung, wie sie auf Dede kommt *g*)

Ich bin so gespannt, wann der Knoten richtig platzt und all die Gedanken, die sie auf jeden Fall in ihrem süßen Köpfchen schon drin hat, auch wirklich mal herausgeplappert werden können! Ich finde es immer so spannend, wie Kinder die Welt um sich herum wahrnehmen und sich rätselhafte Dinge selbst erklären. Aber das wird noch ein bisschen dauern, bis sie das dann kann. 😉

Sprachentwicklung – weiter geht’s

Die Kleine ist wirklich gerade sehr eifrig dabei, sprechen zu üben. Es wird täglich mehr! Ich liebe diese Phase, wenn sie sich so mühen, etwas auszusprechen, und die Erfolgserlebnisse, wenn es ihnen gelingt, es so genau zu artikulieren, dass jemand sie verstehen kann – der Stolz, der ihnen dann in die kleinen Gesichtchen geschrieben steht, ist einfach zum Fressen niedlich!

Das war der Stand vom letzten Mal:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • (M)aah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Seither haben wir ein paar Neuerwerbungen:

  • Prt! (Prost)
  • Brt (Brot)
  • Bubu (Popo)
  • A-Hi (I-Ah, so macht der Esel :D)
  • Ditt-Ditt (Guck-Guck)
  • Hiich (Hirte; stammt aus Bilderbüchern mit der Weihnachtsgeschichte)
  • Ho (Hose; klingt gleich wie „Hoch“, kann man nur anhand der Situation unterscheiden)

An Tierlauten macht sie „Chrrr“ oder so ähnlich für das Schwein, die Maus macht „Piep“ (ebenso wie der Wecker), ihre Katze macht allerdings nicht „Miau“, sondern den Kuschellaut „Eiiii“, beim Elefant fasst sie sich an die Nase und gibt eine Art Löwengebrüll von sich (die beiden letzten Angewohnheiten finde ich sowas von süß und witzig!). Ein Auto macht „Brm!“ – überhaupt scheint sie es nicht so mit Vokalen zu haben… Am leichtesten fällt ihr das „u“, am schwierigsten scheint das „o“ zu sein.

Sie kombiniert immer mehr, zum Beispiel „Bebi Aam Mama“, wenn ich ihr Ostheimer-Krippenbaby in die Arme der Mama legen soll (was sie selbst noch nicht hinbekommt), oder „Die da Ho Pfuh!“ – diese Hose bitte über die Füße ziehen helfen. 😀 Für das „(M)Aaaah“ für Schaf muss sie sich total konzentrieren, bis sie das rausbekommt. Und immer wieder müht sie sich sehr, dann sagt sie irgendein Wort, das ich aber oft dann leider nicht verstehe und nicht erkenne. Dann wiederholt sie es ein paarmal, bis sie schließlich aufgibt. Da kommt nun also vermutlich schnell immer mehr!

Sprachentwicklung Stand 19,5 Monate

So langsam explodiert die Kleine sprachlich gesehen!

Sie sprach ja durchaus schon einige Worte, die sie bis auf „Mama“ und „Nein“ aber alle wieder einstellte, während sie laufen lernte. So war also zwischen Anfang September und Dezember eigentlich kein Sprachfortschritt zu verzeichnen – im Gegenteil, es war ja sogar ein Rückschritt. Auch Worte wie „Buh“ (Buch), die sie schon sehr zuverlässig und sehr häufig verwendet hatte, wurden alle wieder aufgegeben und nicht mehr gehört. Einige davon („Blu“ – Blume – zum Beispiel) habe ich bis heute nicht wieder gehört…

Aber nun geht es wieder los und zwar ziemlich flott! Immer wieder führt sie neue Worte ein. War lange Zeit „Mama“ ihr Wort sowohl für die tatsächliche Mama, als auch den Papa UND den Bruder, so hat sie das nun endlich differenziert. Zuerst kam „Babba“ für den Papa, mittlerweile ist es auch wirklich „Papa“, und dann kam „Bru“ für den Bruder, was ich irrsinnig witzig und niedlich finde! Eigentlich nennen wir ihren Bruder schließlich beim Namen und rufen ihn nicht „Bruder!“. *lach* Seit ein paar Tagen ist „Bru“ immer häufiger ein „Brúdur“ (starke Betonung auf der ersten Silbe). Zum Schießen! Vereinfacht es aber sehr – früher stellte sie sich nämlich einfach mitten ins Wohnzimmer und krähte „MAMA!!!“ und reagierte nicht, wenn der falsche sich angesprochen fühlte und ihr antwortete, sondern rief so lange weiter, bis der Richtige reagierte… Das war immer ein wildes Rätselraten, wer eigentlich gemeint ist.

Hier mal ihr momentan aktiver Wortschatz:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • Maah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Und es scheint schnell mehr zu werden. Sie müht sich immer wieder, etwas auszusprechen, aber meistens verstehe ich dann nicht, was sie sagen möchte. Sie fängt somit deutlich früher zu sprechen an als seinerzeit der Große (der war fast 2, bevor bei ihm spürbar der Knoten platzte), dafür spricht sie vieles noch sehr viel undeutlicher aus als der Große dann, und tut sich schwerer, neue Lautfolgen über ihre Lippen zu zwingen. Ich finde das total spannend, wie ehrgeizig sie da wirklich richtig übt!

Großes Hobby ist Vokabeln lernen – sie deutet also auf alles mögliche und man muss es benennen, immer mit „Die da?“ kommentiert. Sie hat so Bilderbücher mit „Meine ersten Worte“, die schaut sie sich gerne an und man muss jedes einzelne Bild darin benennen. Ich hoffe immer drauf, dass sie selbst es auch mal zu benennen versucht, sie kennt ja inzwischen alle Wörter, aber das hat sie noch nie probiert. Ich bin gespannt, wann das kommt.

Inzwischen kombiniert sie auch Gesten und Worte, so dass fast Sätze entstehen. Wenn ich irgendwo sitze und sie möchte, dass ich mitkomme, dann sagt sie schon mal sowas wie „Mama, sitze nein!“ und zieht an meinem Arm. Dafür, dass sie noch kaum etwas überhaupt spricht, finde ich das ziemlich erstaunlich!

Sprachentwicklung

Die Sprachentwicklung ist ja etwas, was mich immer wieder fasziniert – wie so ein kleines Menschlein sprechen lernt, finde ich total beeindruckend! Die Kleine ist da gerade mit Eifer daran.

Ihr erstes Wort war bereits vor einigen Wochen „Mama“, kurz darauf kam dann auch „Babba“ (= Papa). Fast gleichzeitig begann sie, „Aaaaa(r)m!“ zu jammern, wenn sie hochgenommen werden möchte. Das wird gerne sehr inflationär verwendet… Dann kam zwei Wochen nichts neues, dann „Nein!“, gerne auch gedoppelt „Neinnein!“. Ist zwar jetzt nicht gerade mein Lieblingswort, da sie es wirklich gezielt äußert („Komm, Maus, wir machen frische Windel!“ – „Neinnein!“) und ich mich da ja auch nicht einfach immer drüber hinwegsetzen mag, aber zumindest ist es nützlich! 😉 Danach war wieder eine Weile Pause und das Neueste jetzt ist „Buu(c)hhh“, mit sehr gehauchtem Ausgang. Soll heißen, wie es aussieht, nämlich Buch, also vorlesen. Sie liebt vorlesen! Da ich das auch liebe, freut es mich unbändig, dass ihr das so wichtig ist, dass sie das Wort so früh schon lernt!

Ansonsten kommen ganz viele Laute, sie kann Hufgeklapper imitieren (mit den Lippen), sie kann wiehern und schnauben wie ein Pferd, sie bellt (allerdings hat sie als Vorbild den kleinen Hund bei uns im Haus und den Chihuahua meiner Großeltern, ihr Bellen sind also hohe, schrille kurze Laute *g*), sie hat einen Laut für Wickeln / Windelbereich (ist alles eins bei ihr), und ein Wort für Stillen („M-Ma“), wobei sie da mittlerweile eher in meinen Ausschnitt greift oder an meinem Pulli zerrt, um mir zu zeigen, was sie möchte.

Die nonverbale Kommunikation übersteigt die verbale natürlich noch um Längen! Sie pustet mit der Nase, wenn ich ihr Mobile anpusten soll, damit die Heißluftballons (Wohnzimmer) oder die Schmetterlinge (Wickelplatz im Kinderzimmer) tanzen. Sie prustet mit der Nase (nicht exakt der gleiche Laut wie pusten), wenn sie ein Taschentuch sieht und es benutzen möchte. Sie macht eine bestimmte Bewegung, wenn man sie auf den Schoß nimmt und sie will, dass man mit ihr im Arm aufsteht, dann dirigiert sie einen mit ausgestrecktem Arm dorthin, wo sie hingehen möchte. Sie zeigt tagsüber an, wenn sie hingelegt werden möchte, wobei das nicht bedeutet, dass sie schlafen will – aber sie stillt mittlerweile am liebsten im Liegen auf ihrem Floorbed und verbindet das gerne mit einer ganz intensiven Kuschelrunde. Die schmatzt, wenn sie etwas Trinken will (praktisch wäre nun bloß noch, wenn sie auch Essen wollen irgendwie anzeigen würde, aber da kippt einfach nur gründlich die Stimmung und man muss schon von selbst drauf kommen, dass sie gerne etwas essen würde und deshalb jammert und unzufrieden ist…).

Sehr beeindruckend finde ich auch, was sie schon versteht. Wenn der Papa heimkommt, erkenne ich das meist schon am Schritt an der Treppe (wir wohnen oben unter dem Dach). Die Kleine noch nicht, jedenfalls reagiert sie darauf nicht spürbar. Wenn ich dann aber sage: „Ich glaube, der Papa kommt heim, magst Du mal gucken?“, dann robbt sie zum Flur und starrt gebannt die Tür an, bis die sich öffnet. Das ist so süß! Oder auf dem Wickeltisch muss sie neuerdings immer unbedingt ein Feuchttuch aus der Box ziehen. Gestern hatte ich sie aber bereits fertig sauber gemacht und brauchte es nicht mehr. Um zu verhindern, dass sie das Tuch in den Mund steckt (das finde ich jetzt nicht so lecker…), schlug ich vor: „Du kannst mal Deine Füße abputzen, du bist ja den ganzen Nachmittag barfuß unterwegs gewesen.“ Sie hebt ihre Füßchen bis vor ihre Nase, nimmt das Tuch und „wischt“ an ihren Füßen herum. Ich hätte sie fressen können – und nie gedacht, dass sie das schon so verstehen würde! Klar, dass sie so kleine Aufforderungen wie „Warte kurz“ oder „Komm mit“ versteht, war mir schon klar, aber „Füße abputzen“ habe ich wirklich nicht erwartet!

Sie scheint außerdem an neuen wirklichen Wörtern zu arbeiten. Wenn sie ihr selbst genähtes Fotoalbum mit den Fotos von ihren Liebsten ansieht, dann hat sie auch ein Wort für den großen Bruder. Wobei sie das noch nie direkt zu ihm gesagt hat, ich bin also noch am beobachten, ob das wirklich ein Wort ist oder nur Zufall war, dass sie das jetzt mehrmals auf dieser Seite des Albums verwendet hat. Außerdem glaube ich, dass sie „Ba!“ für Ball sagt, aber auch hier bin ich noch nicht ganz überzeugt.

Alles in allem ist das ein unglaublich spannendes Alter! Ich bin so dankbar, dass ich sie da begleiten und ein Stückweit auch anleiten darf. Die Welt nochmal mit Kinderaugen entdecken zu dürfen, ist wirklich ein Geschenk!