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Endlich wieder ein Lebenszeichen

Nun war es aber laaaange still um uns! Das soll so natürlich nicht bleiben – aber hier war es einfach so fürchterlich trubelig und turbulent, dass ich gefühlt zu üüüüberhaupt gar nichts kam. 😉 Ich denke, ich werde die nächste Zeit ein bisschen erzählen, was so los war. Jetzt freue ich mich aber erstmal, dass ich überhaupt wieder da bin.

Gestern hatte die Kleine ihre U7. Sie misst nun stolze 85 cm und wiegt 11,3 kg. Damit ist sie eher klein und eher zart, aber das sehen wir ja auch im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern, wenn wir im SpielRaum sind oder uns privat mit anderen Kindern treffen. Sie ist immer kleiner als die anderen Gleichaltrigen und dass sie nicht dick ist, sieht man ihr ja an. Wobei ich sie auch nicht als „zart“ beschrieben hätte, sie wirkt nicht besonders schmal. Ihre Oberschenkelchen sind schon eher kräftig… 😉 Kopfumfang hat sie 49,5 cm – das wusste ich aber schon, sie liebt es, wenn ich sie ausmesse und kommt alle paar Tage mit meinem Maßband und will, dass ich sie messe.

Auch die restliche Untersuchung verlief problemlos. Sie hat alles bestens mitgemacht, mit der Ärztin Ball gespielt, Tiere benannt (bzw. ihre Laute nachgemacht, die meisten kann sie nicht benennen), sich widerstandslos untersuchen lassen (wobei sicher von Vorteil war, dass sie einen Arztkoffer besitzt und uns sehr gerne mit selbigem untersucht).

Wir wurden gefragt, ob sie schon 2-Wort-Sätze spricht. Ich musste fast lachen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich Sorgen um ihre Sprachentwicklung gemacht – beziehungsweise nicht um die Entwicklung (ich war mir recht sicher, dass alles okay ist und sie halt einfach spät dran ist), aber hätten wir die Untersuchung in ihrem 22. Lebensmonat gemacht, was ja auch schon im U7-Zeitraum läge, dann hätte sie noch lange keine 50 Worte gekonnt und auch überhaupt nichts kombiniert. Seit Anfang Juni kombiniert sie viel und seit Mitte Juni explodiert der Sprachschatz. Ende Mai hatte ich ihre bekannten Wörter gezählt und war auf 75 gekommen – Mitte Juni hatte ich den Überblick dann verloren, weil sie ganz plötzlich total viele neue Worte konnte, und täglich mehrere neue dazu kamen. Sie erzählt schon ganze Zusammenhänge: „Dir hunter lleine nein, Hoppada! Dir hunter Mama Hand.“ (Sie geht die Treppe nicht alleine runter, da könnte sie fallen, sondern an Mamas Hand.) Oder wenn sie rauf in unseren oberen Stock möchte, um die Kaninchen zu füttern, fragt sie: „Dir hoch Hoppa aah?“ Oder sie will im Garten mit dem Papa Ball spielen: „Dir hunter Papa Bann?“ (gefolgt von ihrer Eklärung, wie sie gedenkt die Treppe hinunter zu steigen – siehe oben) So kommt sie schon auf richtig lange Erzählungen und Worte. Sie meidet fast alle Füllwörter wie „oder“ oder „und“, die werden einfach ersatzlos weggelassen, und sie benutzt generell wenige Verben, sondern reiht die Substantive eines Satzes in fast willkürlicher Reihenfolge aneinander. Möchte sie eine Tatsache verneinen, reiht sie alles aneinander und fügt gerne ganz am Ende ein „nein“ hinzu. Die Ärztin war jedenfalls ganz beeindruckt, als ich das erzählte – und ich ganz überrascht, dass sie das beeindruckend fand, es kommt mir so normal vor…

Wir haben nun also eine ganz normal entwickelte, fitte kleine Mausemadame, über die wir sehr glücklich sind! 🙂

Warten auf das Platzen des Sprachknotens…

Ich habe ja schon das ein oder andere Mal von den sprachlichen Entwicklungen der Kleinen berichtet … aber leider hat sich seit meinem letzten Eintrag nicht mehr viel getan. Recht neu ist (ich weiß gerade gar nicht, ob ich das schon irgendwo erzählt habe), dass sie zu sich selbst „Dir“ sagt. Eine Zeitlang war sie selbst ja „Dede“, dann schwenkte sie um und sagt nun ganz deutlich „Dir“. Vermutlich eben, weil man sie so ja sehr häufig anspricht („Ich helfe Dir„, „Ja, ich gebe es Dir„, „Soll ich Dir das holen?“). Seit sie selbst „Dir“ zu sich sagt, habe ich mal bewusst darauf geachtet – und da wir normalerweise nicht von ihr in der dritten Person sprechen, wenn wir mit ihr reden (was manche Eltern ja schon tun und zum Beispiel sagen „Möchte der Paul noch etwas trinken?“), sondern sie immer direkt ansprechen, sagen wir tatsächlich häufiger „Dir“ als ihren Namen zu ihr. Kein Wunder, dass sie sich selbst nun so nennt!

Das führt zu mitunter auch ganz lustigen Konversationen. Wenn man sie zum Beispiel fragt „Wem soll ich das denn geben?“ und sie antwortet mit „Dir!“, dann meint sie natürlich nie denjenigen, der gefragt hat, sondern immer sich selbst. 😉 Genauso wenn man sie fragt „Wem gehört das?“, dann antwortet sie auch mit „Dir“, meint aber niemals das Gegenüber. Manche Unterhaltungen klingen definitiv vollkommen absurd, wenn man da mal bewusst darauf achtet!

Sie kombiniert nun schon länger Worte und Gesten, um Geschichten nachzuerzählen. Neulich zum Beispiel war ihr Patenonkel (der Bruder meines Mannes) zu seinem Vater (also dem Opa der Kleinen) geflogen, der im Ausland lebt. Der Kleinen erzählten wir das. Sie kann den Namen des Patenonkels noch nicht sagen und nennt ihn hartnäckig „Mamm“ (= Mann). Nur zur Erinnerung, Opa hieß Happi. Also erzählte sie folgendes: „Mamm Happi! [der Patenonkel ist bei Opa] *Geste für Flugzeug* [Er ist hingeflogen] *Laut für Schlafen* [Er bleibt da ein paar Tage und übernachtet da] *Geste für Flugzeug* [Dann fliegt er wieder heim] Mamm Dir!“ [Und dann besucht er mich wieder]

Leider bleibt es weitgehend dabei. Ganz ab und zu kommt mal ein neues Wort hinzu (das derzeit neueste ist schon ein paar Tage alt, ist aber „Eiee“ – „Eisbär“) – während sie aber gleichzeitig auch immer wieder Wörter auf einmal wieder nicht mehr verwendet, die schon mal ziemlich zuverlässig kamen. Andere werden verändert („Eimaa“ – Einmal – ist nun verändert worden zu „Eimanoo“, ihr einziges dreisilbiges Wort, soll heißen „Einmal noch“ ;-), wird aber auch verwendet für „Immer wieder“). Was gar nicht mehr vorkommt ist „Sitze“ oder „Tinke“ – Stillen ist „Nomanom“ oder sowas ähnliches, normales Trinken ebenfalls, manchmal mit dem Zusatz „Tee“ (was aber trotzdem Wasser bedeuten kann).

Alles in allem scheint also derzeit nicht allzu viel in Bewegung zu sein, was die Sprache angeht. Ich hoffe sehr, dass da bald mal mehr kommt. Nun ist sie schon fast 22 Monate alt! Etwa in diesem Alter platzte beim Großen der Knoten und ganz plötzlich kam ich gar nicht mehr hinterher, seine Worte aufzuschreiben, die er so sagte… Bei ihr kann ich das noch mühelos. Und in unseren Spielgruppen wird sie nun von den meisten Kindern sprachlich abgehängt. Wobei sie dennoch sehr klar mitteilen kann, was sie möchte, und die anderen Kinder sie auch durchaus verstehen. DAFÜR also braucht sie nicht reden lernen. *lach* Aber daheim merke ich, dass sie durchaus mal komplexere Zusammenhänge erzählen möchte, und da komme ich dann oft nicht mehr mit, was sie nun eigentlich meint. Besonders wenn es eben eine Nacherzählung von etwas ist, was länger her ist (sie erzählt heute noch, dass sie vor WOCHEN mit dem Papa am Flughafen war und von seinem Arm aus Flugzeuge angeschaut und ihnen nachgewunken hat – das ist ewig her, aber erst gestern berichtete sie mir mit wichtiger Miene: „Papa *Geste für Flugzeug*. Papa Aarm. *Geste für Flugzeug* *Winken*. Papa *Winken*. Eimanoo *Geste für Flugzeug* *Winken*.“ [Ich war mit Papa am Flughafen, ich war auf Papas Arm. Ich habe den Flugzeugen gewunken. Papa hat auch gewunken. Da waren immer wieder Flugzeuge, denen wir gewunken haben.] Das versteht man natürlich nur, wenn man weiß, wovon sie berichtet. Erzählt sie nun etwas, was ich nicht direkt einordnen kann, dann kapiere ich es oft erst bei mehrmaligen Anläufen, wenn sie mehr Details hinzunimmt – oder eben auch öfter mal überhaupt nicht, da wird sie dann ganz verzweifelt.

Ich hoffe also sehr, dass sich da bald was tut! So langsam finde ich das Rätselraten um kombinierte Gesten und Worte doch recht anstrengend…

Sprachentwicklung – so spannend!

Ich kann gar nicht so schnell aktualisieren (oder ich könnte täglich nichts anderes posten als die Sprachentwiklung der Kleinen!), wie sie sich entwickelt. Es ist gar nicht mal nur der Sprachschatz. Ja klar, sie spricht täglich mehr Worte, kombiniert sie immer neu, kombiniert auch ganz viel mit Gesten und Mimik, so dass sie schon richtig komplexe Dinge sagen oder Gegebenheiten „nacherzählen“ kann. Das finde ich so spannend! Sie kommuniziert ganz offensichtlich total gerne und steckt da auch viel Energie rein. Das gefällt mir Plaudertasche ja richtig gut! 😉

Neu hinzugekommen sind folgende Worte:

  • Tee (Tee)
  • Hi (hi – in Verbindung mit dem Telefon)
  • Pipp (Pipi oder Stinki machen – sie sagt es sowohl, wenn der kleine Hund von unseren Vermietern im Garten ist und sie weiß, dass er da nun hinmacht, als auch wenn ich auf die Toilette gehe, oder wenn ihr selbst ein Pups entkommt :D)
  • Detzt (Jetzt)
  • Lette (Tablette, gemeint ist damit die tägliche VitaminD-Tablette)
  • Hadd (Hand, kommt selten)
  • Bee (Bär)
  • Hoppa (Kaninchen, die seither auch bei uns bloß noch „die Hoppas“ sind 😉 )
  • Hopp Hopp (meint Hopp Hopp als Antreibungsruf – scheine ich öfter zu benutzen, das war mir gar nicht so klar… *ähem*)
  • Úwha (wh wie in englisch what, starke Betonung auf dem U, klingt wie ein afrikanischer Stamm Ureingeborener – heißt Oma)
  • Happi (Opa)
  • Aarm (Warm)
  • Eizss (eins, sie „zählt“ damit, also zum Beispiel wenn sie 3 Teile zusammensteckt, dann sagt sie „eizss, eizss, eizss“)
  • Eimaa (einmal, zB für „noch einmal vorlesen, dann ist Schluss“)
  • wheh (wh wie ein englisch when – heißt weh, braucht sie leider gerade oft beim Wickeln, weil sie wieder etwas wund ist und wohl jedes säubern wehtut)
  • dut (gut)
  • Dede (ihr eigener Name – was extrem witzig ist, weil weder ein D noch ein E darin vorkommt… Wir haben keine Ahnung, wie sie auf Dede kommt *g*)

Ich bin so gespannt, wann der Knoten richtig platzt und all die Gedanken, die sie auf jeden Fall in ihrem süßen Köpfchen schon drin hat, auch wirklich mal herausgeplappert werden können! Ich finde es immer so spannend, wie Kinder die Welt um sich herum wahrnehmen und sich rätselhafte Dinge selbst erklären. Aber das wird noch ein bisschen dauern, bis sie das dann kann. 😉

Sprachentwicklung – weiter geht’s

Die Kleine ist wirklich gerade sehr eifrig dabei, sprechen zu üben. Es wird täglich mehr! Ich liebe diese Phase, wenn sie sich so mühen, etwas auszusprechen, und die Erfolgserlebnisse, wenn es ihnen gelingt, es so genau zu artikulieren, dass jemand sie verstehen kann – der Stolz, der ihnen dann in die kleinen Gesichtchen geschrieben steht, ist einfach zum Fressen niedlich!

Das war der Stand vom letzten Mal:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • (M)aah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Seither haben wir ein paar Neuerwerbungen:

  • Prt! (Prost)
  • Brt (Brot)
  • Bubu (Popo)
  • A-Hi (I-Ah, so macht der Esel :D)
  • Ditt-Ditt (Guck-Guck)
  • Hiich (Hirte; stammt aus Bilderbüchern mit der Weihnachtsgeschichte)
  • Ho (Hose; klingt gleich wie „Hoch“, kann man nur anhand der Situation unterscheiden)

An Tierlauten macht sie „Chrrr“ oder so ähnlich für das Schwein, die Maus macht „Piep“ (ebenso wie der Wecker), ihre Katze macht allerdings nicht „Miau“, sondern den Kuschellaut „Eiiii“, beim Elefant fasst sie sich an die Nase und gibt eine Art Löwengebrüll von sich (die beiden letzten Angewohnheiten finde ich sowas von süß und witzig!). Ein Auto macht „Brm!“ – überhaupt scheint sie es nicht so mit Vokalen zu haben… Am leichtesten fällt ihr das „u“, am schwierigsten scheint das „o“ zu sein.

Sie kombiniert immer mehr, zum Beispiel „Bebi Aam Mama“, wenn ich ihr Ostheimer-Krippenbaby in die Arme der Mama legen soll (was sie selbst noch nicht hinbekommt), oder „Die da Ho Pfuh!“ – diese Hose bitte über die Füße ziehen helfen. 😀 Für das „(M)Aaaah“ für Schaf muss sie sich total konzentrieren, bis sie das rausbekommt. Und immer wieder müht sie sich sehr, dann sagt sie irgendein Wort, das ich aber oft dann leider nicht verstehe und nicht erkenne. Dann wiederholt sie es ein paarmal, bis sie schließlich aufgibt. Da kommt nun also vermutlich schnell immer mehr!

Sprachentwicklung Stand 19,5 Monate

So langsam explodiert die Kleine sprachlich gesehen!

Sie sprach ja durchaus schon einige Worte, die sie bis auf „Mama“ und „Nein“ aber alle wieder einstellte, während sie laufen lernte. So war also zwischen Anfang September und Dezember eigentlich kein Sprachfortschritt zu verzeichnen – im Gegenteil, es war ja sogar ein Rückschritt. Auch Worte wie „Buh“ (Buch), die sie schon sehr zuverlässig und sehr häufig verwendet hatte, wurden alle wieder aufgegeben und nicht mehr gehört. Einige davon („Blu“ – Blume – zum Beispiel) habe ich bis heute nicht wieder gehört…

Aber nun geht es wieder los und zwar ziemlich flott! Immer wieder führt sie neue Worte ein. War lange Zeit „Mama“ ihr Wort sowohl für die tatsächliche Mama, als auch den Papa UND den Bruder, so hat sie das nun endlich differenziert. Zuerst kam „Babba“ für den Papa, mittlerweile ist es auch wirklich „Papa“, und dann kam „Bru“ für den Bruder, was ich irrsinnig witzig und niedlich finde! Eigentlich nennen wir ihren Bruder schließlich beim Namen und rufen ihn nicht „Bruder!“. *lach* Seit ein paar Tagen ist „Bru“ immer häufiger ein „Brúdur“ (starke Betonung auf der ersten Silbe). Zum Schießen! Vereinfacht es aber sehr – früher stellte sie sich nämlich einfach mitten ins Wohnzimmer und krähte „MAMA!!!“ und reagierte nicht, wenn der falsche sich angesprochen fühlte und ihr antwortete, sondern rief so lange weiter, bis der Richtige reagierte… Das war immer ein wildes Rätselraten, wer eigentlich gemeint ist.

Hier mal ihr momentan aktiver Wortschatz:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • Maah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Und es scheint schnell mehr zu werden. Sie müht sich immer wieder, etwas auszusprechen, aber meistens verstehe ich dann nicht, was sie sagen möchte. Sie fängt somit deutlich früher zu sprechen an als seinerzeit der Große (der war fast 2, bevor bei ihm spürbar der Knoten platzte), dafür spricht sie vieles noch sehr viel undeutlicher aus als der Große dann, und tut sich schwerer, neue Lautfolgen über ihre Lippen zu zwingen. Ich finde das total spannend, wie ehrgeizig sie da wirklich richtig übt!

Großes Hobby ist Vokabeln lernen – sie deutet also auf alles mögliche und man muss es benennen, immer mit „Die da?“ kommentiert. Sie hat so Bilderbücher mit „Meine ersten Worte“, die schaut sie sich gerne an und man muss jedes einzelne Bild darin benennen. Ich hoffe immer drauf, dass sie selbst es auch mal zu benennen versucht, sie kennt ja inzwischen alle Wörter, aber das hat sie noch nie probiert. Ich bin gespannt, wann das kommt.

Inzwischen kombiniert sie auch Gesten und Worte, so dass fast Sätze entstehen. Wenn ich irgendwo sitze und sie möchte, dass ich mitkomme, dann sagt sie schon mal sowas wie „Mama, sitze nein!“ und zieht an meinem Arm. Dafür, dass sie noch kaum etwas überhaupt spricht, finde ich das ziemlich erstaunlich!

Sie läuft!

Die Kleine hat einen richtigen Sprung gemacht.

In den Sommerferien lief sie ja für 3 Wochen nur spätabends / nachts, wie ich hier ja schon erzählt hatte. Am 31. August waren wir im Freibad und dort hat es bei ihr dann wohl Klick gemacht… Sie krabbelte zuerst im flachen Wasser herum und wollte gerne ins etwas tiefere Wasser. Das ging krabbelnd aber nicht, da sie sich dann ertränkt hätte, sobald das Wasser tiefer als ihre kurzen Ärmchen wurde. Sie setzte sich auf und beobachtete die anderen Kinder im Becken. An diesem Tag waren ausschließlich größere Kinder als sie im Becken, die großen Spaß daran hatten, vom Flachen ins Tiefe zu rennen und sich dort lachend fallen zu lassen. Und das immer und immer wieder. Nach einer Weile Beobachtung schien die Kleine zu verstehen, wie es funktionierte. Sie rappelte sich auf, stellte sich wackelig hin (frei stehen konnte sie ja schon länger) und man sah richtig, wie sie sich innerlich sammelte. Ich stand gespannt wie ein Flitzebogen nur etwa einen Meter hinter ihr und wartete auf das, was nun kommen würde. Und sie lief prompt tatsächlich los. Mit süßen, breitbeinigen, unsicheren Schrittchen. Geistesgegenwärtig zählte ich mit – und kam auf 12 Stück!!! Bis zu dem Zeitpunkt hatte sie noch nie mehr als 4 am Stück geschafft! Dann ging ihr das Wasser bis über den Bauch – sie verlor das Gleichgewicht, kippte nach vorne und wollte sich mit den Händen wie an Land am Boden abfangen. Und natürlich ging sie erstmal unter… Zum Glück stand ich ja direkt bei ihr und fischte sie sofort wieder heraus, sie musste ein bisschen husten, lachte dabei aber – und nachdem ich sie ins Flache zurückgetragen hatte, machte sie es direkt nochmal!

Am nächsten Tag, dem 1.9., lief sie dann das erste Mal daheim auch tagsüber. 🙂 Sie rappelte sich auf und tapste los – sah aus wie ein betrunkener Matrose bei Sturm, so wankte sie breitbeinig einher, aber ich hätte sie FRESSEN können, weil es so süß war! Alle paar Schrittchen plumpste sie um, aber immer wieder rappelte sie sich auf und tapste weiter.

Ab diesem Tag wurde es täglich mehr und sicherer. Besonders lustig war es, wenn sie durch einen Engpass hindurch wollte (beispielsweise, weil sie zuvor ihr BobbyCar in den Weg geschoben hatte und der Durchlass nun nur noch etwa 20 Zentimeter breit war). Da blieb sie vor dem Durchgang dann schwankend stehen und fixierte die Lücke hochkonzentriert, ehe sie schließlich loswankte (und meistens dann doch irgendwo strauchelte). Da sie beim Stehen bleiben und zielen immer ziemlich schwankte, sah sie wirklich aus, als hätte sie zuviel Alkohol getrunken. Ich musste jedesmal lachen!

Am 14.9. zogen mein Mann und ich dann also los und kauften der kleinen Maus ihre ersten Schühchen. Wir gingen in ein Fachgeschäft und ließen uns ausführlich beraten, weil uns der gute Sitz und die hochwertige Verarbeitung gerade bei Schuhen für so kleine Füßchen wichtig ist. Billig waren sie natürlich dann nicht… Aber die Maus hatte unglaublich viel Spaß beim Schuhekaufen! Es waren zwei Verkäuferinnen in der Kinderabteilung und wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Kunden. Hauptsächlich wurden wir von einer beraten, aber immer mal wieder kam die andere auch dazu, weil beide so entzückt von der Kleinen waren. 😉 Die war nämlich bestens aufgelegt, strahlte und war die ganze Zeit super gelaunt – auch noch beim 15. Schuhwechsel…! Sie hat eher Schuhgröße 21, aber ziemlich lange Zehen, weshalb dann doch viele Schuhe in 21 zu kurz waren, die in 22 aber noch zu groß. Letztendlich sind es jetzt Schuhe in 21 geworden, Pepino von Ricosta, die fallen eher etwas größer aus. Die Verkäuferin zog ihr immer ein Schühchen an, dann prüfte sie mit Drücken und tasten, ob der Schuh passte, und dann durfte die Maus sich hinstellen und im Stehen wurde nochmal gedrückt und getastet. Wenn die Maus dann stand und die Verkäuferin tastete, dann lachte sie übertrieben, um die Maus abzulenken, falls sie das unangenehm finden könnte. Aber die Maus fand das überhaupt nicht unangenehm und zusätzlich das Lachen extrem witzig – sie lauerte bei jedem Schuh schon beim Anziehen und Drücken im Sitzen auf den Moment, an dem sie sich endlich hinstellen durfte. Stand sie dann, forderte sie die Verkäuferin direkt zum Lachen auf, indem sie es vormachte. Die fand die Kleine einfach nur witzig, ich glaube, so richtig hat sie gar nicht durchschaut, dass das eine Aufforderung sein sollte – sie tat ihr den Gefallen aber auch so und lachte jedesmal wieder so und die Kleine quietschte vor Entzücken. Ich hätte mich kaputtlachen können! Als wir schließlich nur noch zwei Paar in der engeren Auswahl hatte, durfte die Maus damit ein paar Runden in der Abteilung laufen – an den Händen, weil sie sich alleine in der fremden Umgebung und mit den fremden Schuhen an den Füßen nicht traute. Und da stapfte sie dann durch den Laden und strahlte ganz stolz (obwohl ich glaube, dass sie nicht verstand, was genau eigentlich passierte, sie verstand nur, dass es sich um sie drehte und was besonderes sein musste) – ich hätte vor Rührung heulen können!

Am 15.9. war ich mit beiden Kids einkaufen und dort wollte sie nicht im Einkaufswagen sitzen bleiben. Also durfte sie mit ihren neuen Schuhen an den Füßchen laufen. Zum Glück war auch der Große dabei! Den kleinen Quirrl in Schach zu halten und gleichzeitig alles einzusammeln, was auf dem Einkaufszettel steht, gestaltete sich als ausgesprochen schwierig bis unmöglich! Anfangs blieb sie noch bei uns, aber dann marschierte sie auf einmal davon, während wir am Kühlregal stehen blieben. Ich schickte den Großen hinter ihr her, als sie um eine Ecke bog und auf unsere Rufe nicht reagierte. Er lachte laut los, als er sie sah – sie war mittlerweile schon am nächsten Quergang und jauchzte vor Vergnügen, als sie sah, dass er sie fangen wollte, und bog flugs direkt wieder ab. Und so ging es dann die ganze Zeit. Sie flitzte kreuz und quer durch den Laden und kicherte und quietschte vor Begeisterung, wenn wir ihr nachliefen. So eine Nudel!

Vorgestern probierte sie nun auch das erste Mal, einen Ball mit dem Fuß zu schießen. Gar nicht so einfach, zumal es ein großer Ball war, der ihr gefühlt bis zur Hüfte ging (halt ein normalgroßer Volleyball, aber im Vergleich zu so einem kleinen Menschlein…). Sie spielte mit ihrem Bruder Ball und zuerst warf sie ihn immer und er kickte zurück. Das schaute sie sich dann ab und probierte das mit dem Kicken auch – das ist aber noch echt schwer, dafür müsste sie nämlich einen Fuß vom Boden heben und mit einem Bein das Gleichgewicht halten. So richtig klappt es noch nicht, sie rennt mehr in den Ball hinein. 😉

Seit Mitte letzter Woche krabbelt sie nun auch überhaupt nicht mehr und läuft nur noch. Schon erstaunlich, wie schnell das dann am Ende auf einmal geht! Und mit dem Laufen ist sie nun irgendwie dem „Babyalter“ ganz und gar und endgültig entwachsen und zum Kleinkind geworden!

Nachtwanderin

Die Kleine entdeckt das Laufen für sich. Allerdings nicht in etwa so, wie der Große – der war spät dran, lief lange und sehr sicher an Möbeln entlang und dann irgendwann machte er erste wackelige Schritte – und ab dann lief er nur noch und von Tag zu Tag klappte es besser, bis er nach ziemlich kurzer Zeit gar nicht mehr krabbelte und nur noch lief.

Die Kleine hat sich das anders vorgestellt. Wir waren am 13. August, also vor fast 2 Wochen, auf einer Hochzeit eingeladen. An diesem Abend, zu einer Uhrzeit, zu der sie normalerweise schon lange geschlafen hätte, machte sie ihre ersten Schrittchen. Bereits 2 Wochen vorher hatte sie damit begonnen, sich mitten im Raum frei aufzurichten, aber ohne dann einen Fuß vom Boden zu heben. Sie richtete sich also auf, strahlte, und dann plumpste sie wieder auf den Po oder auf die Hände. Dann richtete sie sich wieder auf, plumpste wieder um, und so weiter… An der Hochzeit dann richtete sie sich auf und machte wackelig ihre ersten Schrittchen. Zwei oder drei zuerst. Und dann plumpste sie um. Sie strahlte und lachte und versuchte es direkt nochmal. Aufstehen – 2-4 Schrittchen wackeln – umfallen. Zwei Stunden lang. Auf der Feier freuten sich alle für sie, dass sie das so toll machte, und waren beeindruckt und begeistert, mit welcher Freude und welchem Elan sie es wieder und wieder probierte.

Ich dachte, dass sie es nun bestimmt am nächsten Tag weiter probieren wollte – aber Pustekuchen! Am nächsten Tag machte sie am Nachmittag ein einziges wackeliges Schrittchen von ihrem Kletterbogen weg – und das war’s! Selbst locken half nichts, sie lachte mich an, ließ sich auf alle Viere hinab und krabbelte zu mir.

Und so ist es seither geblieben… Ganz ab und zu mal ein einziges freies Schrittchen, meistens wenn sie sowieso irgendwo steht und sich festhält. Ganz selten mal 2 oder auch 3 Schrittchen, aber danach dann oft wieder 48 Stunden lang nichts!

Nun waren wir ein paar Tage bei meiner Großmutter „im Urlaub“ in Bad Reichenhall. Auch dort wurde es abends dann wieder generell später mit dem Bettgehen als hier bei uns zu Hause. Wir waren eben abends noch essen oder saßen noch mit meiner Großmutter zusammen, bevor wir ins Hotel gingen. Und alle Abende war es wieder so, dass sie zu ihrer Schlafenszeit + 2 Stunden etwa (also gegen 21 Uhr frühestens) wieder begann mit ihrem Lauftraining! Wieder wie auf der Hochzeit – frei aufstehen (das geht mittlerweile sehr sicher), ein paar Schrittchen wackeln, umplumpsen. Und alles von vorne.

Ich hab es zum Glück nicht eilig damit, dass sie zu laufen beginnt – aber ich finde das ein dermaßen erstaunliches Phänomen! Wieso kann sie denn nur laufen, wenn sie eigentlich völlig übermüdet ist?! Ob es diese Überdrehung braucht, in die sie kommt, wenn der tote Punkt abends überwunden ist, um ihre Angst zu verlieren und die nötige Portion Übermut zu bekommen?

Ich bin auf jeden Fall sehr (!!!) gespannt, wie das weiter geht – und wann sie dann letztendlich auch tagsüber laufen lernen wird! 😉

Was eine Woche ausmacht

Nun, da wir wieder da sind, kann ich die Kleine wieder beim Spielen in ihrer gewohnten Umgebung beobachten. Das ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen – ihr einfach nur zusehen, wie sie werkelt und spielt und sich ausprobiert! Ich finde das so spannend! Und ich stelle fest, dass sich in der vergangenen Woche, in der wir im Urlaub waren, da richtig was getan hat. Normalerweise kommt so eine Entwicklung schleichend und dann merkt man es nicht so. So war es diesmal sicher auch – im Urlaub fiel mir auch gar nichts auf. Aber daheim hatte ich nun den Vergleich, wie sie vor einer Woche gespielt hat und wie sie es eben jetzt tut – und das war definitiv ein Unterschied! Ohne den Urlaub hätte ich das aber sicherlich gar nicht gesehen…

Zum einen hat sie ihren Kletterbogen entdeckt. Den hat der Mann von einer Freundin für uns gemacht und wir wollten ihn der Maus zum ersten Geburtstag schenken – allerdings hatten wir den Bogen dann schon im Januar und haben ihn ihr dann einfach schon ins Zimmer gestellt, denn ihn in den Keller zu bringen, wäre uns auch merkwürdig vorgekommen. Ich dachte immer, sie könnte ihn ja auch zum hochziehen nutzen, aber sie hat es nie gemacht. Bis wir jetzt vom Urlaub wieder zurückkamen! Sie krabbelte wie selbstverständlich hin und zog sich dran hoch – und seither steht sie DAUERND dran. Wirft Spielsachen zwischen den Streben durch und versucht sie dann wieder rauszuangeln oder zieht sich einfach dran hoch und steht dann dran und strahlt. Und sie versucht sogar schon hochzusteigen, aber das klappt überhaupt noch nicht. Sie angelt dann mit einem Füßchen in der Luft herum, aber meilenweit entfernt davon, wo die erste Strebe wirklich ist. Dann stellt sie sich wieder auf beide Füße und schaut kontrollierend nach unten, um auszuloten, wo die Strebe wirklich ist, dann versucht sie es (ohne besseren Erfolg 😉 ) direkt wieder. Nach einigen Malen gibt sie dann meistens auf und spielt lieber was anderes. 😀

Und sie steht auch auf einmal ganz anders. Bislang oft in abenteuerlichen Posen, fast im Spagat oder total wackelig. Sie konnte aber das Gleichgewicht noch nicht wirklich halten auf einem Bein, so dass sie kaum eine Chance hatte, sich nachträglich nochmal gerade hinzustellen. Das war dann immer noch viel wackeliger. Das klappt ganz plötzlich viel besser. Sie steht gut und auf beiden Fußsohlen (nicht nur auf Zehenspitzen – auf die stellt sie sich, wenn sie wo drankommen oder hochgenommen werden möchte) und sie kann ihre Füße jetzt auch „sortieren“, wenn es beim Aufstehen mal nicht gleich gut geklappt hat.

Und sie übt das Gleichgewicht halten. Sie lief auch vor dem Urlaub ganz langsam an Möbeln entlang, aber das war mehr ein „entlangschieben“. Sie hob ihre Füße gar nicht richtig vom Boden, sondern rutschte sie ein Stück weiter. Das waren gar keine richtigen Schritte. Jetzt klappt das mit den Schritten (seitwärts an Möbeln entlang) schon viel besser. Sie legt nun immer noch keine wirklichen Strecken zurück. Aber sie lupft oft ein Beinchen und steht dann so da, versuchsweise lässt sie oft auch noch eine Hand dazu los. Das geht aber noch nicht wirklich gut. 😀 Dann hält sie sich lieber wieder schnell.

Und es ist nicht nur das Stehen oder Laufen, das sich verändert hat. Bevor wir in den Urlaub gingen, hat sie am liebsten irgendwas irgendwo anderes hineingesteckt /-geräumt. Zum Beispiel die Plättchen von ihrem Holz-Memory in eine leere Feuchttücherbox. Da konnte sie eeeeewig damit spielen! Kurz bevor wir fuhren, lernte sie, wie man Ringe auf einen Stapelturm legt. Das hat sie jetzt im Urlaub perfektioniert und ist gerade ihr Lieblingsspiel. Sie macht es auch schon richtig gut! Und freut sich immer total, wenn sie auch den letzten Ring aufstapeln konnte. 🙂

An dieser Stelle gleich mal einen Tipp… Wir haben noch vom Großen diesen Stapelturm von Fisher Price. Der ist nicht so gut. Die Kleine spielt trotzdem damit, aber man kann den kleinsten Ring nur bis etwa zur Hälfte runterschieben, da die Pyramide nach unten breiter wird. Sie hat das mit der Reihenfolge, in der sie eigentlich stapeln müsste, aber noch nicht raus und so bekommt sie nie alle Ringe gleichzeitig auf den Turm und ist dann frustriert. Wir haben außerdem noch so einen Holz-Stapelturm (es ist nicht genau dieser, aber von der Art sind sie gleich) und da sind alle Ringe gleich weit und die Pyramide, wo drauf gestapelt werden muss, ist auch einfach ein gleich breiter Stab. Das heißt, die Reihenfolge ist egal – und damit ist es viel einfacher. Darauf kann sie alle Ringe gleichzeitig stapeln, das ist viel einfacher.

Und seit gestern hat die Kleine übrigens auch noch Zahn Nummer 4! In den Urlaub gestartet sind wir mit 2 Mäusezähnchen. Sie scheint ihre Zähne immer im Doppelpack zu bekommen. 😉 War ja im Januar schon genauso, dass sie innerhalb von 2 Tagen ihre ersten beiden Zähne bekommen hat. Und nun am Dienstag den dritten und am Sonntag dann den vierten. Mal sehen, ob es so gleichmäßig verteilt weiter geht. 😉

Sprachentwicklung

Die Sprachentwicklung ist ja etwas, was mich immer wieder fasziniert – wie so ein kleines Menschlein sprechen lernt, finde ich total beeindruckend! Die Kleine ist da gerade mit Eifer daran.

Ihr erstes Wort war bereits vor einigen Wochen „Mama“, kurz darauf kam dann auch „Babba“ (= Papa). Fast gleichzeitig begann sie, „Aaaaa(r)m!“ zu jammern, wenn sie hochgenommen werden möchte. Das wird gerne sehr inflationär verwendet… Dann kam zwei Wochen nichts neues, dann „Nein!“, gerne auch gedoppelt „Neinnein!“. Ist zwar jetzt nicht gerade mein Lieblingswort, da sie es wirklich gezielt äußert („Komm, Maus, wir machen frische Windel!“ – „Neinnein!“) und ich mich da ja auch nicht einfach immer drüber hinwegsetzen mag, aber zumindest ist es nützlich! 😉 Danach war wieder eine Weile Pause und das Neueste jetzt ist „Buu(c)hhh“, mit sehr gehauchtem Ausgang. Soll heißen, wie es aussieht, nämlich Buch, also vorlesen. Sie liebt vorlesen! Da ich das auch liebe, freut es mich unbändig, dass ihr das so wichtig ist, dass sie das Wort so früh schon lernt!

Ansonsten kommen ganz viele Laute, sie kann Hufgeklapper imitieren (mit den Lippen), sie kann wiehern und schnauben wie ein Pferd, sie bellt (allerdings hat sie als Vorbild den kleinen Hund bei uns im Haus und den Chihuahua meiner Großeltern, ihr Bellen sind also hohe, schrille kurze Laute *g*), sie hat einen Laut für Wickeln / Windelbereich (ist alles eins bei ihr), und ein Wort für Stillen („M-Ma“), wobei sie da mittlerweile eher in meinen Ausschnitt greift oder an meinem Pulli zerrt, um mir zu zeigen, was sie möchte.

Die nonverbale Kommunikation übersteigt die verbale natürlich noch um Längen! Sie pustet mit der Nase, wenn ich ihr Mobile anpusten soll, damit die Heißluftballons (Wohnzimmer) oder die Schmetterlinge (Wickelplatz im Kinderzimmer) tanzen. Sie prustet mit der Nase (nicht exakt der gleiche Laut wie pusten), wenn sie ein Taschentuch sieht und es benutzen möchte. Sie macht eine bestimmte Bewegung, wenn man sie auf den Schoß nimmt und sie will, dass man mit ihr im Arm aufsteht, dann dirigiert sie einen mit ausgestrecktem Arm dorthin, wo sie hingehen möchte. Sie zeigt tagsüber an, wenn sie hingelegt werden möchte, wobei das nicht bedeutet, dass sie schlafen will – aber sie stillt mittlerweile am liebsten im Liegen auf ihrem Floorbed und verbindet das gerne mit einer ganz intensiven Kuschelrunde. Die schmatzt, wenn sie etwas Trinken will (praktisch wäre nun bloß noch, wenn sie auch Essen wollen irgendwie anzeigen würde, aber da kippt einfach nur gründlich die Stimmung und man muss schon von selbst drauf kommen, dass sie gerne etwas essen würde und deshalb jammert und unzufrieden ist…).

Sehr beeindruckend finde ich auch, was sie schon versteht. Wenn der Papa heimkommt, erkenne ich das meist schon am Schritt an der Treppe (wir wohnen oben unter dem Dach). Die Kleine noch nicht, jedenfalls reagiert sie darauf nicht spürbar. Wenn ich dann aber sage: „Ich glaube, der Papa kommt heim, magst Du mal gucken?“, dann robbt sie zum Flur und starrt gebannt die Tür an, bis die sich öffnet. Das ist so süß! Oder auf dem Wickeltisch muss sie neuerdings immer unbedingt ein Feuchttuch aus der Box ziehen. Gestern hatte ich sie aber bereits fertig sauber gemacht und brauchte es nicht mehr. Um zu verhindern, dass sie das Tuch in den Mund steckt (das finde ich jetzt nicht so lecker…), schlug ich vor: „Du kannst mal Deine Füße abputzen, du bist ja den ganzen Nachmittag barfuß unterwegs gewesen.“ Sie hebt ihre Füßchen bis vor ihre Nase, nimmt das Tuch und „wischt“ an ihren Füßen herum. Ich hätte sie fressen können – und nie gedacht, dass sie das schon so verstehen würde! Klar, dass sie so kleine Aufforderungen wie „Warte kurz“ oder „Komm mit“ versteht, war mir schon klar, aber „Füße abputzen“ habe ich wirklich nicht erwartet!

Sie scheint außerdem an neuen wirklichen Wörtern zu arbeiten. Wenn sie ihr selbst genähtes Fotoalbum mit den Fotos von ihren Liebsten ansieht, dann hat sie auch ein Wort für den großen Bruder. Wobei sie das noch nie direkt zu ihm gesagt hat, ich bin also noch am beobachten, ob das wirklich ein Wort ist oder nur Zufall war, dass sie das jetzt mehrmals auf dieser Seite des Albums verwendet hat. Außerdem glaube ich, dass sie „Ba!“ für Ball sagt, aber auch hier bin ich noch nicht ganz überzeugt.

Alles in allem ist das ein unglaublich spannendes Alter! Ich bin so dankbar, dass ich sie da begleiten und ein Stückweit auch anleiten darf. Die Welt nochmal mit Kinderaugen entdecken zu dürfen, ist wirklich ein Geschenk!

Spielen – physikalisches Erleben

Die Kleine experimentiert derzeit gerne. Wie alle Babys ihres Alters liebt sie das Runterwerfen von Dingen. Gerne in x-facher Wiederholung. Man legt es vor sie hin, sie schnappt es sich, wedelt freudig quietschend damit herum und *zack* fliegt es schon wieder hinunter. Dann schaut sie einen auffordernd an und das Spiel beginnt von vorne. Sie will damit niemanden ärgern, sondern testet die Schwerkraft. Das tun alle Babys in irgendeiner Phase.

Ist die Schwerkraft immer da?
Ist sie überall gleich?
Ist sie zu jedem Zeitpunkt gleich oder morgens anders als abends? Oder in 5 Minuten anders als vor 10?
Gilt sie für jeden Gegenstand gleichermaßen oder fällt nicht alles gleich?
Wie klingt der Gegenstand beim Aufkommen? Kracht es oder katscht es eher oder gibt es kaum ein Geräusch?

Zudem wird kontrolliert, ob man den Eltern auch vertrauen kann und sie es auch beim zwanzigsten Mal wieder aufheben werden oder ob sie irgendwann doch nicht mehr ihrer „Pflicht“ nachkommen. Aufheben und das Spiel mitspielen ist also ganz wichtig!

Dusyma KaktusAber sie schmeißt nicht nur Dinge herunter. Sehr gerne lässt sie auch Dinge rollen. Ball spielen und ihn dabei hin und her werfen und ihm beim Rollen zusehen macht gerade großen Spaß. Toll ist auch der Kaktus von Dusyma. Eigentlich ist das ein Würfelspiel für kleine Kinder, aber das kann sie natürlich noch nicht. Ohne den Würfel damit spielen tut sie aber schon seit Monaten unglaublich gerne! Sie zieht die Stäbe heraus und beobachtet regungslos und gebannt, wie die Kugeln in alle Richtungen davonrollen – oder die Scheiben, die ebenfalls gut rollen, wenn sie richtig auf dem Boden aufkommen. Das fasziniert sie zurzeit wirklich sehr. Reinstecken klappt noch nicht wirklich, versucht sie auch noch kaum. Das wird dann aber sicher auch noch kommen irgendwann – den Kaktus kann ich also uneingeschränkt empfehlen! Wenn irgendwann weder rausziehen noch wieder zusammenstecken mehr interessant ist, dann kann man es als richtiges Spiel spielen. Der Kaktus begleitet uns also sicher noch lange!

Sensory Play BottlesNeben werfen und rollen ist auch schütteln sehr beliebt. Manchmal nimmt sie nacheinander alle Spielzeuge aus ihrer Kiste und schüttelt eines nach dem anderen. Da lag die Idee nahe, ihr Sensory Play Bottles zu basteln. Eine Freundin brachte mich darauf, dass das gut mit Smoothie-Flaschen geht. Die haben genau die richtige Größe, dass sie auch einhändig gut gehalten werden können. Ich habe leider das Problem, dass ich von unseren Smoothie-Flaschen die Klebereste vom Etikett kaum weg bekomme. Eine andere Freundin hat mir dafür nun eine Art Stift empfohlen, den ich ausprobieren werde. Falls das klappt, erzähle ich davon. 😉

Spielen mit den Flaschen

Ich habe unsere Sensory Play Bottles gefüllt mit dem Rest vom Färbewasser vom Ostereier-Färben (in unserem Fall blau), außerdem mit roten getrockneten Bohnen und mit Reis. Weitere Flaschen sind in der Planung – ich hätte gerne noch etwas weiches und leichtes wie zum Beispiel bunte Pompons aus dem Bastelbedarf, und vielleicht noch Sand. Mal sehen.

Die Flaschen werden jedenfalls super gerne bespielt! Eine leere ohne Deckel steht auch dabei – selbst die wird geschüttelt! Sie schüttelt sie gerne nacheinander und abwechselnd, lutscht daran herum, schüttelt wieder, betrachtet den Inhalt, … Alle hören sich unterschiedlich an. Sie sind gleich beschaffen und doch sieht der Inhalt jeweils anders aus, sie rollen verschieden, sie klingen unterschiedlich und sie wiegen unterschiedlich viel. Die Kleine ist begeistert!