Tag Archives: Die Kleine

Wir werden fünf!

Ich habe in letzter Zeit so viel genäht, aber zum zeigen komme ich irgendwie nie, Asche über mein Haupt… Ich hoffe, ihr verzeiht mir! Ich versuche, jetzt wieder aktiver zu sein…

Aber wenn ich euch das jüngste Nähwerk zeige, werdet ihr vielleicht verstehen, wieso ich etwas weniger dazu kam die letzten Wochen… 😉 Ich habe nämlich ein Kleidchen für die Kleine genäht. Eigentlich ist es ein Schlawiner von Fred von SOHO, also ein Pulli, an den ich unten dann einfach einen breiten gerafften Volant angenäht habe, so dass es nun ein Kleidchen ist – Madame möchte derzeit nämlich am liebsten immer „Deid“ (Kleid) tragen. Damit ich nicht täglich Diskussionen habe, nähe ich dann eben Kleidchen.

Darauf kam ein Plott, den ich von Dawanda habe (irgendwann wird hier mal noch ein eigener Plotter einziehen). Hat auch alles bestens funktioniert (ich hatte ja auch schon höchst widerspenstige Plotts, die sich dann nicht freiwililg von ihrer Trägerfolie lösen mochten) – und ich finde das Motiv so niedlich! Ihr auch? 😉

 

Und somit hat die Kleine nun ein neues Shirt-Kleid – und ist bald nicht mehr die Kleinste in der Familie! 😉

 

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Die letzten Wochen – Vatertagsgeschenk

Ende Mai war ja Vatertag. Ja, ich bin spät dran, aber ich wollte euch trotzdem zeigen, was die Kleine und ich für den Papa gezaubert haben. Sie findet es nämlich dermaßen toll, dass sie es immer noch dauernd zeigt und davon spricht, der Papa hat sich RIIIIIIESIG gefreut und uns hat es einfach auch total Spaß gemacht! 😉

Ich habe bei Pinterest einige Anleitungen gesehen, wie man aus Fuß- oder Handabdrücken irgendwas kreieren kann, und so war schnell klar, dass ich sowas mit der Kleinen machen möchte. Das ist etwas, was sie eben selbst auch schon aktiv mitmachen kann (bzw. ja muss, geht ja um ihren Abdruck, nicht um meinen). Dann sollte es etwas sein, wo ich nicht mehr allzu viel ergänzen muss, damit es wirklich VON IHR kommt in der Hauptsache und nicht am Ende ein „von Mama gemaltes Bild mit einem Abdruck irgendwo in der Mitte“ ist. Und zu guter Letzt sollte es dann noch nicht an Jahreszeiten gebunden sein, damit man es aufhängen und das ganze Jahr über hängen lassen kann. Ich fand alle möglichen Bilder von Schmetterlingen, ähnlich diesem hier, und schnell stand fest, dass wir das so ähnlich ausprobieren wollten.

Ich durchforstete also meine Bastelmaterialien, was wir denn noch so da hatten. Denn natürlich war ich mit meiner Idee mal wieder so spät dran, dass ich keine Zeit mehr hatte, noch einkaufen zu gehen, um eventuell fehlende Materialien zu besorgen. Einen kleinen Keilrahmen hatten wir aber noch, wenn auch nicht reinweiß, und Acrylfarbe auch. Das Fuß einpinseln war dann nicht so einfach wie zuerst gedacht, da die Kleine total kitzelig ist und sich kaputt lachen musste, während ich den Fuß anpinselte… *lach* Wir hatten jedenfalls eine ganze Menge Spaß! Die Kleine passte auch ganz genau auf, dass ich auch wirklich alle Farben verwendete. Ich hatte sie auf ihren Hochstuhl gesetzt und sie hielt das Füßchen hochgereckt und verrenkte sich, um dabei auf ihre Fußsohl gucken zu können. Später dasselbe Prozedere dann mit dem zweiten Fuß, bei dem sich dann genau aufpasste, dass ich ähnliche Farben verwende wie beim ersten und kommandierte von oben: „Hoot, Mama!“ (rot)

Ich hatte erst etwas Sorge, wie wir die Farben wieder von den Füßchen wegbekommen würden, aber mit Feuchttücher vom Wickeln ging es ganz leicht weg. Zwischen den Zehen musste man halt extra putzen und sicherheitshalber ging es abends dann noch in die Badewanne.

Den Körper und die Fühler malten wir dann mit dem Pinsel noch gemeinsam. Obwohl ich extra einen ganz dünnen Pinsel nahm, wurde es durch das gemeinsame Malen dann doch ziemlich dick – aber dafür hat sie es wirklich selbst gemacht, ich habe nur bei der Linienführung ein bisschen geholfen! Das war mir wichtiger als dass es makellos schön wird. 😉

Nachdem alles getrocknet war, beschriftete ich unser Werk noch unter ihren Argusaugen und dann konnte sie es am nächsten Tag dem Papa schenken – und oh! Wie stolz sie war! So süß!

 

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Die letzten Wochen – Urlaub in Südfrankreich

Anfang Juni waren wir für 2 Wochen im Urlaub – wir, das waren mein Mann, die Kleine und ich. Der Große musste für seine Abschlussprüfungen lernen und hatte auch noch eine Präsentation nach den Ferien, die er gemeinsam mit anderen halten musste, so dass er daheim blieb, um sich vorzubereiten und zu lernen (und vermutlich die sturmfreie Bude zu genießen… 😉 ). Wir hatten ein süßes kleines Chalet auf einer Ferienanlage im Süden Frankreichs, gleich bei Toulon, mit Pool auf dem Gelände und einer wunderbaren Terrasse. Wir hatten himmlisches Wetter – 14 Tage Sonnenschein pur, kein einziger Tropfen Regen, jeden Tag Badewetter. Die Kleine war im siebten Himmel!

Sie lernte im Urlaub auch freihändig Treppensteigen – gleich am ersten Tag eroberte sie die drei Stufen von unserer Veranda hinab auf den Weg. Und das trainierte sie ganz viel, während wir im Urlaub waren, weil sie dort viel Ball spielte und der natürlich häufig hinab rollte und sie ihn sich wieder zurückholen musste.

Wahnsinnig gerne und häufig waren wir im Pool. Selbst an Strandtagen waren wir hinterher noch sehr oft dann am späten Nachmittag bei uns auf dem Gelände im Pool. Die Kleine spielte mit ihrer Gießkanne oder ihren anderen Spielsachen und sprang mit großer Begeisterung vom Beckenrand, paddelte mit uns durch’s Becken und hinterher saß sie eingemummelt in ihren Bademantel auf einer Sonnenliege im Schatten und futterte Banane oder Kekse. Ein steter Begleiter war ihr UV-Schutzshirt und ihr UV-Schutzhütchen gegen die Sonne. An den ganz heißen Tagen auch immer die Aquaschuhe, weil die Fliesen rund um den Pool in der Sonne sehr heiß wurden, so dass man barfuß kaum mehr dort laufen konnte. Und der abschüssige Zugang in den Pool war auch recht rutschig, da boten die Schuhe auch nochmal zusätzlichen Halt. Beides kann ich nur empfehlen!

Einige Male waren wir natürlich auch am Strand. Einer der schönsten Zugänge zum Meer (und auch nicht nur flacher Sandstrand, sondern auch Klippen – nicht allzu hoch), über die man turnen und von denen man aus auch ins Meer springen kann, gibt es auf der Le Brusc vorgelagerten kleinen Insel Île du Grand Gaou (zu Fuß aus von Le Brusc erreichbar). Dort war ich schon als Kind und das ist bis heute mein liebster Strand in der Gegend, da es dort auch schön schattige Plätze gibt, wo man sich aufhalten kann, wenn man nicht gerade schwimmen gehen möchte. Die Kleine fand das Meer dort auch besser als überall anderswo, weil sie dort nicht so diese Weite vor sich hatte – direkt der Île du Grand Gaou gegenüber liegt die Île de la Tour Fondue, so dass man nicht so das Gefühl hat, das Meer würde nirgendwo enden, wie das bei offenen Sandstränden ja häufig ist. An den offenen Sandstränden weigerte sie sich auch hartnäckig, überhaupt ins Wasser zu gehen.

Einen Tag lang unternehmen wir einen Ausflug auf den Mont Faron. Wir fuhren mit der Gondelbahn hinauf. Die Gondelbahn alleine ist schon ein Erlebnis, da der Boden teilweise verglast ist – eine Herausforderung für meinen Mann mit Höhenangst! Ich fand es toll und der Blick, den man von dort aus über Toulon und den Hafen hat, ist einfach atemberaubend! Oben ist ein kleiner Zoo (eine Raubtierzuchtstation) eingerichtet, den wir auch besuchten. Die Gehege waren jetzt alle nicht unbedingt so, dass sie einen Schönheitswettbewerb gewonnen hätten, teilweise auch echt klein, aber es war schattig und die Tiere wirkten entspannt und zufrieden. Ich nehme an, ein so kleiner Zoo hat es sicher auch nicht ganz einfach zu überleben und ist natürlich in keinster Weise vergleichbar mit dem riesigen Zoo hier bei uns! Und der Kleinen hat es wirklich gut gefallen.

Einen anderen Tag fuhren wir über die Route de Crêtes von La Ciotat nach Cassis. Auch dies eine Route, die wir bereits kannten (jedenfalls mein Mann und ich, bei unserem letzten Besuch schwamm die Kleine allerdings noch in Abrahams Wurstkessel… ;-)), die aber so wunderschön ist, dass wir sie erneut in Angriff nahmen. Es ist eine Bergstraße, die immer wieder Haltebuchten und auch größere Parkmöglichkeiten bietet und einen traumhaften Ausblick zuerst auf La Ciotat mit dem Meer und anschließend auf Cassis mit der Bucht bietet. Die schmale Straße kann abenteuerlich sein, wenn man mit einem großen Auto unterwegs ist und einem ein wagemutiger Franzose mit ebenfalls großem Auto entgegen kommt und abbremsen als völlig überflüssig erachtet. 😉 Aber der Nervenkitzel ist Teil des Reizes dieser Route.

Alles in allem lässt sich zusammenfassen, dass wir wunderschöne Urlaubstage hatten mit einer perfekten Mischung aus Unternehmungen und ruhigen entspannten Tagen. Ich habe unglaubliche 15 (!) Bücher in den 2 Wochen gelesen, mein Mann hat ebenfalls viel gelesen (die Tochter sowieso 😉 ), außerdem haben wir die viele gemeinsame Zeit sehr genossen und wieder viel Kraft für den Alltag tanken können. Die weite Fahrt bis dorthin (von uns aus fast ganz genau 1.000 km) war überraschenderweise mit der Kleinen überhaupt kein Problem – sie hörte viel Kindermusik, schaute Bücher an, schlief viel, futterte unsere Vorräte leer und spielte mit ihrem eigens dafür angeschafften Spielhandy. Und wenn mal die Laune zu kippen drohte, durfte sie eine Weile durch die Galerie meines Handys blättern. 😉

 

Endlich wieder ein Lebenszeichen

Nun war es aber laaaange still um uns! Das soll so natürlich nicht bleiben – aber hier war es einfach so fürchterlich trubelig und turbulent, dass ich gefühlt zu üüüüberhaupt gar nichts kam. 😉 Ich denke, ich werde die nächste Zeit ein bisschen erzählen, was so los war. Jetzt freue ich mich aber erstmal, dass ich überhaupt wieder da bin.

Gestern hatte die Kleine ihre U7. Sie misst nun stolze 85 cm und wiegt 11,3 kg. Damit ist sie eher klein und eher zart, aber das sehen wir ja auch im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern, wenn wir im SpielRaum sind oder uns privat mit anderen Kindern treffen. Sie ist immer kleiner als die anderen Gleichaltrigen und dass sie nicht dick ist, sieht man ihr ja an. Wobei ich sie auch nicht als „zart“ beschrieben hätte, sie wirkt nicht besonders schmal. Ihre Oberschenkelchen sind schon eher kräftig… 😉 Kopfumfang hat sie 49,5 cm – das wusste ich aber schon, sie liebt es, wenn ich sie ausmesse und kommt alle paar Tage mit meinem Maßband und will, dass ich sie messe.

Auch die restliche Untersuchung verlief problemlos. Sie hat alles bestens mitgemacht, mit der Ärztin Ball gespielt, Tiere benannt (bzw. ihre Laute nachgemacht, die meisten kann sie nicht benennen), sich widerstandslos untersuchen lassen (wobei sicher von Vorteil war, dass sie einen Arztkoffer besitzt und uns sehr gerne mit selbigem untersucht).

Wir wurden gefragt, ob sie schon 2-Wort-Sätze spricht. Ich musste fast lachen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich Sorgen um ihre Sprachentwicklung gemacht – beziehungsweise nicht um die Entwicklung (ich war mir recht sicher, dass alles okay ist und sie halt einfach spät dran ist), aber hätten wir die Untersuchung in ihrem 22. Lebensmonat gemacht, was ja auch schon im U7-Zeitraum läge, dann hätte sie noch lange keine 50 Worte gekonnt und auch überhaupt nichts kombiniert. Seit Anfang Juni kombiniert sie viel und seit Mitte Juni explodiert der Sprachschatz. Ende Mai hatte ich ihre bekannten Wörter gezählt und war auf 75 gekommen – Mitte Juni hatte ich den Überblick dann verloren, weil sie ganz plötzlich total viele neue Worte konnte, und täglich mehrere neue dazu kamen. Sie erzählt schon ganze Zusammenhänge: „Dir hunter lleine nein, Hoppada! Dir hunter Mama Hand.“ (Sie geht die Treppe nicht alleine runter, da könnte sie fallen, sondern an Mamas Hand.) Oder wenn sie rauf in unseren oberen Stock möchte, um die Kaninchen zu füttern, fragt sie: „Dir hoch Hoppa aah?“ Oder sie will im Garten mit dem Papa Ball spielen: „Dir hunter Papa Bann?“ (gefolgt von ihrer Eklärung, wie sie gedenkt die Treppe hinunter zu steigen – siehe oben) So kommt sie schon auf richtig lange Erzählungen und Worte. Sie meidet fast alle Füllwörter wie „oder“ oder „und“, die werden einfach ersatzlos weggelassen, und sie benutzt generell wenige Verben, sondern reiht die Substantive eines Satzes in fast willkürlicher Reihenfolge aneinander. Möchte sie eine Tatsache verneinen, reiht sie alles aneinander und fügt gerne ganz am Ende ein „nein“ hinzu. Die Ärztin war jedenfalls ganz beeindruckt, als ich das erzählte – und ich ganz überrascht, dass sie das beeindruckend fand, es kommt mir so normal vor…

Wir haben nun also eine ganz normal entwickelte, fitte kleine Mausemadame, über die wir sehr glücklich sind! 🙂

Die große Liebe

Die Kleine hat ihre große Liebe gefunden. 😉 Der Glückliche geht mit ihr seit einem Dreivierteljahr zum Pikler-SpielRaum, und es war wohl Liebe auf den ersten Blick – jedenfalls verstand sie sich auf Anhieb super gut mit ihm. Und es beruht auf Gegenseitigkeit! Die beiden suchen total häufig die Nähe des jweils anderen und streiten extrem selten (so gut wie nie) um ein Spielzeug, sondern spielen dann lieber gemeinsam mit demselben. Total schön!

Glücklicherweise verstehe ich mich mit der Mama des Kleinen ebenso gut. Wir haben gleich mal abgemacht, dass die Kids heiraten werden, somit sind die beiden einander nun versprochen. *lach* So kam es dann auch, dass wir anfingen, uns ab und zu privat zu verabreden.

Und gestern waren wir, um das strahlend schöne Wetter auszunutzen, dann gemeinsam mit den beiden im Zoo. Es war so niedlich, die beiden Zwerge miteinander zu sehen!!! Eine Zeitlang liefen sie sogar Händchen haltend. Ist das nicht putzig?! Ansonsten hatten sie beide wahnsinnig viel Spaß! Sie begutachteten die Tiere, rannten um die Wette, kletterten jede sich bietende Treppe hinauf und wieder hinunter (und noch einmal hinauf und wieder hinunter…), teilten sich die Kekse und ihre jeweiligen Trinkflaschen tauschten erstmal den Besitzer, … Sie hatten einfach wahnsinnig viel Spaß miteinander!

Wir hatten Glück und kamen gerade rechtzeitig zum Elefantenbaden und -füttern. Das weiß man nie vorher, wann das ist, das kann man immer nur am jeweiligen Tag direkt im Elefantenhaus sehen – und wir waren 3 Minuten, bevor es losgehen sollte, zufällig gerade am Elefantenhaus. Von Ferne draußen im Außengehege fand die Kleine die Elefanten total super – aus der Nähe dann, im Elefantenhaus beim Baden in nur ungefähr 5 Meter Entfernung, waren sie ihr dann aber total unheimlich. Vermutlich zu groß und mächtig – kann man ja auch verstehen! So ein Elefant ist schon ein beeindruckend großes Tier! Als wir dann ein paar Meter weiter weg gingen, war es für sie wieder okay.

Ansonsten fand sie eigentlich alles toll. Die Giraffen, ganz besonders die Okapis, die verschiedenen Äffchen, die frisch geschlüpften Küken fand sie total klasse, die Erdmännchen hätte sie gerne geherzt und geküsst, jedenfalls behauptete sie das (lief ans Gehege und kommentierte „Eiiiii! Dir *Kuss*“). Die sind aber auch niedlich, das kann ich gut verstehen, die würde ich auch gerne mal bekuscheln! 😉

 

Zum krönenden Abschluss des Tages im Zoo gab es dann für beide Kinder noch ein Eis. Für unsere Kleine war es das erste eigene Eis, letztes Jahr durfte sie höchstens mal an meinem schlecken. Sie bekam ein Nucki Nuss, und eigentlich dachte ich, dass sie nach ein paar Mal schlecken genug haben würde und ich somit auch noch was abbekäme – wie meistens bei Süßkram. Aber so langsam scheint sie auf den Geschmack zu kommen, sie futterte massenhaft. 😉 Von der Waffel biss sie dann allerdings nur einmal ab – das war nicht so ganz nach ihrem Geschmack. Dann schleckte sie so lange noch weiter Eis, bis die Zunge nicht mehr lang genug war und sie nichts mehr erwischte – den kläglichen Rest durfte ich dann gnädigerweise essen… 😉

Heute sah sie ihren kleinen Freund direkt wieder, weil SpielRaum war. Wir kamen kurz nach den beiden am SpielRaum an und er freute sich total, uns zu sehen – er hatte anscheinend direkt nach uns gefragt. Hach, so süß! Während der Stunde machten sie ihre Liebe dann auch öffentlich – sie trafen sich beim Spielen und nahmen einander mit einem „Eiiii!“ in die Arme – und küssten sich auf den Mund! Und das gleich mehrmals nacheinander. Nicht nur seine Mutter und ich waren ganz hingerissen, die anderen Eltern mussten auch alle lachen und fanden das total goldig.

Nach der Stunde tauschten die Kids dann ihre Mamas – er wollte unbedingt auf meinem Arm beim Abschlusskreis, und weil meiner Kleinen das dann auf meinem Arm zu eng wurde, wollte sie zu seiner Mama auf den Arm. Die Kursleiterin war beim Abschied ganz verwirrt, weil die falsche Mama das falsche Kind auf dem Arm hatte. *lach*

Er ist nun das erste Kind, bei dem ich richtige Sympathien von der Kleinen ausgehend beobachten kann. Bislang spielt sie einfach mit jedem Kind, das sich in ihrer Nähe befindet, gleich gerne. Sie ist total offen und geht auf dem Spielplatz immer auf andere Kinder zu und ist richtig, richtig gut darin, sich in ein gemeinsames Spiel einzufinden – ahmt die anderen nach, bei älteren Kindern lässt sie alles mit sich machen oder macht, was die ihr sagen, was sie machen soll (solange sie dafür nichts allzu wildes tun müsste). Sie ist total kontaktfreudig und hat viel Spaß am gemeinsamen Spiel. So früh hat der Große das gar nicht eingefordert wie sie nun. Aber bislang war sie da eben immer ganz indifferent – WER da mit ihr spielt, war ihr ziemlich egal. Ihr kleiner Freund ist der erste, den sie ganz klar allen anderen bevorzugt, und an dem wirklich ihr kleines Herzchen hängt. Sehr niedlich! Zum Glück beruht es auf Gegenseitigkeit, ihr kleines Herzchen scheint in guten Händen zu sein. 😉 Sie küsst auch NUR ihn (abgesehen von Mama und Papa und ab und zu mal Bruder oder Oma und Opa) – bei noch keinem anderen fiel ihr das ein. Und umgedreht ist es auch so! Er ist zwar ein kleiner Charmeur, ihr aber sehr treu. 😉

Wir sind gespannt, wo das noch hinführen wird! 😉

Warten auf das Platzen des Sprachknotens…

Ich habe ja schon das ein oder andere Mal von den sprachlichen Entwicklungen der Kleinen berichtet … aber leider hat sich seit meinem letzten Eintrag nicht mehr viel getan. Recht neu ist (ich weiß gerade gar nicht, ob ich das schon irgendwo erzählt habe), dass sie zu sich selbst „Dir“ sagt. Eine Zeitlang war sie selbst ja „Dede“, dann schwenkte sie um und sagt nun ganz deutlich „Dir“. Vermutlich eben, weil man sie so ja sehr häufig anspricht („Ich helfe Dir„, „Ja, ich gebe es Dir„, „Soll ich Dir das holen?“). Seit sie selbst „Dir“ zu sich sagt, habe ich mal bewusst darauf geachtet – und da wir normalerweise nicht von ihr in der dritten Person sprechen, wenn wir mit ihr reden (was manche Eltern ja schon tun und zum Beispiel sagen „Möchte der Paul noch etwas trinken?“), sondern sie immer direkt ansprechen, sagen wir tatsächlich häufiger „Dir“ als ihren Namen zu ihr. Kein Wunder, dass sie sich selbst nun so nennt!

Das führt zu mitunter auch ganz lustigen Konversationen. Wenn man sie zum Beispiel fragt „Wem soll ich das denn geben?“ und sie antwortet mit „Dir!“, dann meint sie natürlich nie denjenigen, der gefragt hat, sondern immer sich selbst. 😉 Genauso wenn man sie fragt „Wem gehört das?“, dann antwortet sie auch mit „Dir“, meint aber niemals das Gegenüber. Manche Unterhaltungen klingen definitiv vollkommen absurd, wenn man da mal bewusst darauf achtet!

Sie kombiniert nun schon länger Worte und Gesten, um Geschichten nachzuerzählen. Neulich zum Beispiel war ihr Patenonkel (der Bruder meines Mannes) zu seinem Vater (also dem Opa der Kleinen) geflogen, der im Ausland lebt. Der Kleinen erzählten wir das. Sie kann den Namen des Patenonkels noch nicht sagen und nennt ihn hartnäckig „Mamm“ (= Mann). Nur zur Erinnerung, Opa hieß Happi. Also erzählte sie folgendes: „Mamm Happi! [der Patenonkel ist bei Opa] *Geste für Flugzeug* [Er ist hingeflogen] *Laut für Schlafen* [Er bleibt da ein paar Tage und übernachtet da] *Geste für Flugzeug* [Dann fliegt er wieder heim] Mamm Dir!“ [Und dann besucht er mich wieder]

Leider bleibt es weitgehend dabei. Ganz ab und zu kommt mal ein neues Wort hinzu (das derzeit neueste ist schon ein paar Tage alt, ist aber „Eiee“ – „Eisbär“) – während sie aber gleichzeitig auch immer wieder Wörter auf einmal wieder nicht mehr verwendet, die schon mal ziemlich zuverlässig kamen. Andere werden verändert („Eimaa“ – Einmal – ist nun verändert worden zu „Eimanoo“, ihr einziges dreisilbiges Wort, soll heißen „Einmal noch“ ;-), wird aber auch verwendet für „Immer wieder“). Was gar nicht mehr vorkommt ist „Sitze“ oder „Tinke“ – Stillen ist „Nomanom“ oder sowas ähnliches, normales Trinken ebenfalls, manchmal mit dem Zusatz „Tee“ (was aber trotzdem Wasser bedeuten kann).

Alles in allem scheint also derzeit nicht allzu viel in Bewegung zu sein, was die Sprache angeht. Ich hoffe sehr, dass da bald mal mehr kommt. Nun ist sie schon fast 22 Monate alt! Etwa in diesem Alter platzte beim Großen der Knoten und ganz plötzlich kam ich gar nicht mehr hinterher, seine Worte aufzuschreiben, die er so sagte… Bei ihr kann ich das noch mühelos. Und in unseren Spielgruppen wird sie nun von den meisten Kindern sprachlich abgehängt. Wobei sie dennoch sehr klar mitteilen kann, was sie möchte, und die anderen Kinder sie auch durchaus verstehen. DAFÜR also braucht sie nicht reden lernen. *lach* Aber daheim merke ich, dass sie durchaus mal komplexere Zusammenhänge erzählen möchte, und da komme ich dann oft nicht mehr mit, was sie nun eigentlich meint. Besonders wenn es eben eine Nacherzählung von etwas ist, was länger her ist (sie erzählt heute noch, dass sie vor WOCHEN mit dem Papa am Flughafen war und von seinem Arm aus Flugzeuge angeschaut und ihnen nachgewunken hat – das ist ewig her, aber erst gestern berichtete sie mir mit wichtiger Miene: „Papa *Geste für Flugzeug*. Papa Aarm. *Geste für Flugzeug* *Winken*. Papa *Winken*. Eimanoo *Geste für Flugzeug* *Winken*.“ [Ich war mit Papa am Flughafen, ich war auf Papas Arm. Ich habe den Flugzeugen gewunken. Papa hat auch gewunken. Da waren immer wieder Flugzeuge, denen wir gewunken haben.] Das versteht man natürlich nur, wenn man weiß, wovon sie berichtet. Erzählt sie nun etwas, was ich nicht direkt einordnen kann, dann kapiere ich es oft erst bei mehrmaligen Anläufen, wenn sie mehr Details hinzunimmt – oder eben auch öfter mal überhaupt nicht, da wird sie dann ganz verzweifelt.

Ich hoffe also sehr, dass sich da bald was tut! So langsam finde ich das Rätselraten um kombinierte Gesten und Worte doch recht anstrengend…

Sprachentwicklung – so spannend!

Ich kann gar nicht so schnell aktualisieren (oder ich könnte täglich nichts anderes posten als die Sprachentwiklung der Kleinen!), wie sie sich entwickelt. Es ist gar nicht mal nur der Sprachschatz. Ja klar, sie spricht täglich mehr Worte, kombiniert sie immer neu, kombiniert auch ganz viel mit Gesten und Mimik, so dass sie schon richtig komplexe Dinge sagen oder Gegebenheiten „nacherzählen“ kann. Das finde ich so spannend! Sie kommuniziert ganz offensichtlich total gerne und steckt da auch viel Energie rein. Das gefällt mir Plaudertasche ja richtig gut! 😉

Neu hinzugekommen sind folgende Worte:

  • Tee (Tee)
  • Hi (hi – in Verbindung mit dem Telefon)
  • Pipp (Pipi oder Stinki machen – sie sagt es sowohl, wenn der kleine Hund von unseren Vermietern im Garten ist und sie weiß, dass er da nun hinmacht, als auch wenn ich auf die Toilette gehe, oder wenn ihr selbst ein Pups entkommt :D)
  • Detzt (Jetzt)
  • Lette (Tablette, gemeint ist damit die tägliche VitaminD-Tablette)
  • Hadd (Hand, kommt selten)
  • Bee (Bär)
  • Hoppa (Kaninchen, die seither auch bei uns bloß noch „die Hoppas“ sind 😉 )
  • Hopp Hopp (meint Hopp Hopp als Antreibungsruf – scheine ich öfter zu benutzen, das war mir gar nicht so klar… *ähem*)
  • Úwha (wh wie in englisch what, starke Betonung auf dem U, klingt wie ein afrikanischer Stamm Ureingeborener – heißt Oma)
  • Happi (Opa)
  • Aarm (Warm)
  • Eizss (eins, sie „zählt“ damit, also zum Beispiel wenn sie 3 Teile zusammensteckt, dann sagt sie „eizss, eizss, eizss“)
  • Eimaa (einmal, zB für „noch einmal vorlesen, dann ist Schluss“)
  • wheh (wh wie ein englisch when – heißt weh, braucht sie leider gerade oft beim Wickeln, weil sie wieder etwas wund ist und wohl jedes säubern wehtut)
  • dut (gut)
  • Dede (ihr eigener Name – was extrem witzig ist, weil weder ein D noch ein E darin vorkommt… Wir haben keine Ahnung, wie sie auf Dede kommt *g*)

Ich bin so gespannt, wann der Knoten richtig platzt und all die Gedanken, die sie auf jeden Fall in ihrem süßen Köpfchen schon drin hat, auch wirklich mal herausgeplappert werden können! Ich finde es immer so spannend, wie Kinder die Welt um sich herum wahrnehmen und sich rätselhafte Dinge selbst erklären. Aber das wird noch ein bisschen dauern, bis sie das dann kann. 😉

Sprachentwicklung – weiter geht’s

Die Kleine ist wirklich gerade sehr eifrig dabei, sprechen zu üben. Es wird täglich mehr! Ich liebe diese Phase, wenn sie sich so mühen, etwas auszusprechen, und die Erfolgserlebnisse, wenn es ihnen gelingt, es so genau zu artikulieren, dass jemand sie verstehen kann – der Stolz, der ihnen dann in die kleinen Gesichtchen geschrieben steht, ist einfach zum Fressen niedlich!

Das war der Stand vom letzten Mal:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • (M)aah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Seither haben wir ein paar Neuerwerbungen:

  • Prt! (Prost)
  • Brt (Brot)
  • Bubu (Popo)
  • A-Hi (I-Ah, so macht der Esel :D)
  • Ditt-Ditt (Guck-Guck)
  • Hiich (Hirte; stammt aus Bilderbüchern mit der Weihnachtsgeschichte)
  • Ho (Hose; klingt gleich wie „Hoch“, kann man nur anhand der Situation unterscheiden)

An Tierlauten macht sie „Chrrr“ oder so ähnlich für das Schwein, die Maus macht „Piep“ (ebenso wie der Wecker), ihre Katze macht allerdings nicht „Miau“, sondern den Kuschellaut „Eiiii“, beim Elefant fasst sie sich an die Nase und gibt eine Art Löwengebrüll von sich (die beiden letzten Angewohnheiten finde ich sowas von süß und witzig!). Ein Auto macht „Brm!“ – überhaupt scheint sie es nicht so mit Vokalen zu haben… Am leichtesten fällt ihr das „u“, am schwierigsten scheint das „o“ zu sein.

Sie kombiniert immer mehr, zum Beispiel „Bebi Aam Mama“, wenn ich ihr Ostheimer-Krippenbaby in die Arme der Mama legen soll (was sie selbst noch nicht hinbekommt), oder „Die da Ho Pfuh!“ – diese Hose bitte über die Füße ziehen helfen. 😀 Für das „(M)Aaaah“ für Schaf muss sie sich total konzentrieren, bis sie das rausbekommt. Und immer wieder müht sie sich sehr, dann sagt sie irgendein Wort, das ich aber oft dann leider nicht verstehe und nicht erkenne. Dann wiederholt sie es ein paarmal, bis sie schließlich aufgibt. Da kommt nun also vermutlich schnell immer mehr!

Sprachentwicklung Stand 19,5 Monate

So langsam explodiert die Kleine sprachlich gesehen!

Sie sprach ja durchaus schon einige Worte, die sie bis auf „Mama“ und „Nein“ aber alle wieder einstellte, während sie laufen lernte. So war also zwischen Anfang September und Dezember eigentlich kein Sprachfortschritt zu verzeichnen – im Gegenteil, es war ja sogar ein Rückschritt. Auch Worte wie „Buh“ (Buch), die sie schon sehr zuverlässig und sehr häufig verwendet hatte, wurden alle wieder aufgegeben und nicht mehr gehört. Einige davon („Blu“ – Blume – zum Beispiel) habe ich bis heute nicht wieder gehört…

Aber nun geht es wieder los und zwar ziemlich flott! Immer wieder führt sie neue Worte ein. War lange Zeit „Mama“ ihr Wort sowohl für die tatsächliche Mama, als auch den Papa UND den Bruder, so hat sie das nun endlich differenziert. Zuerst kam „Babba“ für den Papa, mittlerweile ist es auch wirklich „Papa“, und dann kam „Bru“ für den Bruder, was ich irrsinnig witzig und niedlich finde! Eigentlich nennen wir ihren Bruder schließlich beim Namen und rufen ihn nicht „Bruder!“. *lach* Seit ein paar Tagen ist „Bru“ immer häufiger ein „Brúdur“ (starke Betonung auf der ersten Silbe). Zum Schießen! Vereinfacht es aber sehr – früher stellte sie sich nämlich einfach mitten ins Wohnzimmer und krähte „MAMA!!!“ und reagierte nicht, wenn der falsche sich angesprochen fühlte und ihr antwortete, sondern rief so lange weiter, bis der Richtige reagierte… Das war immer ein wildes Rätselraten, wer eigentlich gemeint ist.

Hier mal ihr momentan aktiver Wortschatz:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • Maah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Und es scheint schnell mehr zu werden. Sie müht sich immer wieder, etwas auszusprechen, aber meistens verstehe ich dann nicht, was sie sagen möchte. Sie fängt somit deutlich früher zu sprechen an als seinerzeit der Große (der war fast 2, bevor bei ihm spürbar der Knoten platzte), dafür spricht sie vieles noch sehr viel undeutlicher aus als der Große dann, und tut sich schwerer, neue Lautfolgen über ihre Lippen zu zwingen. Ich finde das total spannend, wie ehrgeizig sie da wirklich richtig übt!

Großes Hobby ist Vokabeln lernen – sie deutet also auf alles mögliche und man muss es benennen, immer mit „Die da?“ kommentiert. Sie hat so Bilderbücher mit „Meine ersten Worte“, die schaut sie sich gerne an und man muss jedes einzelne Bild darin benennen. Ich hoffe immer drauf, dass sie selbst es auch mal zu benennen versucht, sie kennt ja inzwischen alle Wörter, aber das hat sie noch nie probiert. Ich bin gespannt, wann das kommt.

Inzwischen kombiniert sie auch Gesten und Worte, so dass fast Sätze entstehen. Wenn ich irgendwo sitze und sie möchte, dass ich mitkomme, dann sagt sie schon mal sowas wie „Mama, sitze nein!“ und zieht an meinem Arm. Dafür, dass sie noch kaum etwas überhaupt spricht, finde ich das ziemlich erstaunlich!

In der Weihnachtsbäckerei

Ich bin im Backstress. Das passiert jedes Jahr vor dem Christkindlesmarkt – man kann natürlich nicht zu früh zu backen beginnen, damit die Plätzchen nicht alt sind, wenn sie dann verkauft werden sollen, aber muss am Ende ja doch pünktlich fertig werden. Ich habe nun 4 Rezepte Haselnussmakronen gebacken und 4 Rezepte Ingwerherzen heute ausgestochen und gebacken. Meine Mutter war abends hier und hat geholfen, sie immer zu zweit zusammenzukleben. Ich muss nun noch die letzten paar zusammenkleben, da reichte dann unser Puderzuckerkleber nicht mehr aus und neuen anrühren lohnte sich nicht mehr, und anschließend müssen dann noch alle verziert werden, also nochmal bestrichen und mit Streifen von kandiertem Ingwer verziert. Was hat mich nur jemals geritten, ausgerechnet solch aufwändige Plätzchen für den Markt zu machen?! Aber sie sind nun mittlerweile zum Standard geworden und Leute kommen und fragen direkt nach den Ingwerplätzchen – sie nicht mehr machen ist also auch nicht wirklich eine Option, dafür bin ich zu stolz drauf. 😉

Hier riecht nun alles ganz weihnachtlich. Bei der Aktion mit den Haselnussmakronen roch es nacht Zimt, heute riecht es einfach nach Keksen. Ich mag das! Auch wenn ich die Plätzchen nachher gar nicht essen werde… *ähem* Ich mag gar keine Plätzchen. Aber das Backen macht (eigentlich… Wenn es nicht gleich 4 Rezepte auf einmal sind!) total Spaß!

Morgen darf ich schon wieder backen, da gehe ich dann wiederum zu meiner Mutter und helfe ihr. Sie macht für den Markt Ausstecherle und da ist das Bestreuen vor dem Backen auch recht aufwändig und nimmt einige Zeit in Anspruch, deshalb macht man das auch besser zu zweit. Spritzgebäck habe ich auch schon mit ihr gemacht. Das geht immer total fix, die sind mir am liebsten. *lach*

Lobend erwähnen muss ich unbedingt die Kleine, die heute super mega friedlich um mich herum spielte, während ich im Akkord Teig wellte, Plätzchen ausstach und alles in den Ofen steckte und wieder herausholte und alles wieder von vorne… Anderthalb Stunden lang konnte ich durcharbeiten, ohne dass ich einmal unterbrechen musste! Zuerst futterte sie neben mir eine Khaki und schaute mir zu, dann war sie fertig mit essen und spielte dann ganz zufrieden für sich selbst. Sauste ins Kinderzimmer und wieder heraus, spielte mit ihrem kleinen Ball, setzte sich in ihren Lauflernwagen (findet sie viel toller als den zu schieben), benutzte einen alten Schlüssel als Schraubenzieher (beziehungsweise tat eben so), stand eine Weile auf ihrem Hocker am Fenster und winkte Vögeln und Autos auf der Straße zu, schaute alleine ein paar Bilderbücher an, kletterte auf ihrem Hocker und dem Spielbogen herum, und so weiter… So unkompliziert und pflegeleicht! Und dabei ist sie ja eigentlich noch sooo klein! Da kann ich sie wirklich gar nicht genug loben!

Der Große hat die Prüfung nun auch erfolgreich hinter sich gebracht und mit seinem Ergebnis ist er und sind auch wir sehr zufrieden. 🙂 Und man merkt ihm deutlich an, wie erleichtert er nun ist, dass es hinter ihm liegt! Auch wenn es stressig weiter geht, weil direkt die nächsten großen Schulaufgaben anstehen, so ist ein wirklich riesiger Schritt nun auch gemacht – das war (abgesehen von Englisch schriftlich) wohl für ihn die größte „Angstprüfung“ und die hat er nun wirklich souverän gemeistert. Einen Plan für die Zukunft hat er nun auch: Wenn es die Noten hergeben, wird er mit der Schule weitermachen und auf’s Gymnasium wechseln. Sollte das nicht klappen, macht er erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr, am liebsten irgendwo mit Kindern. Ich bin sehr stolz (und ein kleines bisschen wehmütig), wie groß und erwachsen und wahnsinnig flügge mein doch gerade erst noch so kleiner Großer nun schon ist! ❤