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Die letzten Wochen – Urlaub in Südfrankreich

Anfang Juni waren wir für 2 Wochen im Urlaub – wir, das waren mein Mann, die Kleine und ich. Der Große musste für seine Abschlussprüfungen lernen und hatte auch noch eine Präsentation nach den Ferien, die er gemeinsam mit anderen halten musste, so dass er daheim blieb, um sich vorzubereiten und zu lernen (und vermutlich die sturmfreie Bude zu genießen… 😉 ). Wir hatten ein süßes kleines Chalet auf einer Ferienanlage im Süden Frankreichs, gleich bei Toulon, mit Pool auf dem Gelände und einer wunderbaren Terrasse. Wir hatten himmlisches Wetter – 14 Tage Sonnenschein pur, kein einziger Tropfen Regen, jeden Tag Badewetter. Die Kleine war im siebten Himmel!

Sie lernte im Urlaub auch freihändig Treppensteigen – gleich am ersten Tag eroberte sie die drei Stufen von unserer Veranda hinab auf den Weg. Und das trainierte sie ganz viel, während wir im Urlaub waren, weil sie dort viel Ball spielte und der natürlich häufig hinab rollte und sie ihn sich wieder zurückholen musste.

Wahnsinnig gerne und häufig waren wir im Pool. Selbst an Strandtagen waren wir hinterher noch sehr oft dann am späten Nachmittag bei uns auf dem Gelände im Pool. Die Kleine spielte mit ihrer Gießkanne oder ihren anderen Spielsachen und sprang mit großer Begeisterung vom Beckenrand, paddelte mit uns durch’s Becken und hinterher saß sie eingemummelt in ihren Bademantel auf einer Sonnenliege im Schatten und futterte Banane oder Kekse. Ein steter Begleiter war ihr UV-Schutzshirt und ihr UV-Schutzhütchen gegen die Sonne. An den ganz heißen Tagen auch immer die Aquaschuhe, weil die Fliesen rund um den Pool in der Sonne sehr heiß wurden, so dass man barfuß kaum mehr dort laufen konnte. Und der abschüssige Zugang in den Pool war auch recht rutschig, da boten die Schuhe auch nochmal zusätzlichen Halt. Beides kann ich nur empfehlen!

Einige Male waren wir natürlich auch am Strand. Einer der schönsten Zugänge zum Meer (und auch nicht nur flacher Sandstrand, sondern auch Klippen – nicht allzu hoch), über die man turnen und von denen man aus auch ins Meer springen kann, gibt es auf der Le Brusc vorgelagerten kleinen Insel Île du Grand Gaou (zu Fuß aus von Le Brusc erreichbar). Dort war ich schon als Kind und das ist bis heute mein liebster Strand in der Gegend, da es dort auch schön schattige Plätze gibt, wo man sich aufhalten kann, wenn man nicht gerade schwimmen gehen möchte. Die Kleine fand das Meer dort auch besser als überall anderswo, weil sie dort nicht so diese Weite vor sich hatte – direkt der Île du Grand Gaou gegenüber liegt die Île de la Tour Fondue, so dass man nicht so das Gefühl hat, das Meer würde nirgendwo enden, wie das bei offenen Sandstränden ja häufig ist. An den offenen Sandstränden weigerte sie sich auch hartnäckig, überhaupt ins Wasser zu gehen.

Einen Tag lang unternehmen wir einen Ausflug auf den Mont Faron. Wir fuhren mit der Gondelbahn hinauf. Die Gondelbahn alleine ist schon ein Erlebnis, da der Boden teilweise verglast ist – eine Herausforderung für meinen Mann mit Höhenangst! Ich fand es toll und der Blick, den man von dort aus über Toulon und den Hafen hat, ist einfach atemberaubend! Oben ist ein kleiner Zoo (eine Raubtierzuchtstation) eingerichtet, den wir auch besuchten. Die Gehege waren jetzt alle nicht unbedingt so, dass sie einen Schönheitswettbewerb gewonnen hätten, teilweise auch echt klein, aber es war schattig und die Tiere wirkten entspannt und zufrieden. Ich nehme an, ein so kleiner Zoo hat es sicher auch nicht ganz einfach zu überleben und ist natürlich in keinster Weise vergleichbar mit dem riesigen Zoo hier bei uns! Und der Kleinen hat es wirklich gut gefallen.

Einen anderen Tag fuhren wir über die Route de Crêtes von La Ciotat nach Cassis. Auch dies eine Route, die wir bereits kannten (jedenfalls mein Mann und ich, bei unserem letzten Besuch schwamm die Kleine allerdings noch in Abrahams Wurstkessel… ;-)), die aber so wunderschön ist, dass wir sie erneut in Angriff nahmen. Es ist eine Bergstraße, die immer wieder Haltebuchten und auch größere Parkmöglichkeiten bietet und einen traumhaften Ausblick zuerst auf La Ciotat mit dem Meer und anschließend auf Cassis mit der Bucht bietet. Die schmale Straße kann abenteuerlich sein, wenn man mit einem großen Auto unterwegs ist und einem ein wagemutiger Franzose mit ebenfalls großem Auto entgegen kommt und abbremsen als völlig überflüssig erachtet. 😉 Aber der Nervenkitzel ist Teil des Reizes dieser Route.

Alles in allem lässt sich zusammenfassen, dass wir wunderschöne Urlaubstage hatten mit einer perfekten Mischung aus Unternehmungen und ruhigen entspannten Tagen. Ich habe unglaubliche 15 (!) Bücher in den 2 Wochen gelesen, mein Mann hat ebenfalls viel gelesen (die Tochter sowieso 😉 ), außerdem haben wir die viele gemeinsame Zeit sehr genossen und wieder viel Kraft für den Alltag tanken können. Die weite Fahrt bis dorthin (von uns aus fast ganz genau 1.000 km) war überraschenderweise mit der Kleinen überhaupt kein Problem – sie hörte viel Kindermusik, schaute Bücher an, schlief viel, futterte unsere Vorräte leer und spielte mit ihrem eigens dafür angeschafften Spielhandy. Und wenn mal die Laune zu kippen drohte, durfte sie eine Weile durch die Galerie meines Handys blättern. 😉

 

Ausflug ins Blühende Barock und den Märchengarten

Eigentlich waren wir heute ja verabredet. Leider wurde aber in der Familie, die wir besuchen wollten, heute ein Kind krank und fieberte hoch (an dieser Stelle auch nochmal gute Besserung an den kleinen Patienten!). Ein Besuch war somit leider ausgeschlossen und wir brauchten eine Alternative. Wir hatten dem Großen Dosenravioli zum Mittagessen versprochen, was er sich dann machen darf, wenn wir nicht da sind. Als er heute früh hörte, dass wir nicht zu den Freunden fahren würden, protestierte er sofort, dass er aber nicht wolle, dass wir daheim seien, er hätte sich schon „so auf den freien Tag eingestellt“. 😉

Blühendes BarockWir hatten auch keine große Lust, einfach daheim herumzusitzen. Abgesehen davon, dass die Kleine daheim auch oft recht gelangweilt ist und dann auf lauter doofe Ideen kommt, hatten wir uns auch auf einen gemeinsamen Ausflug sehr gefreut. Das wollten wir jetzt nicht einfach ersatzlos streichen. Also beschlossen wir kurzerhand, dass wir dann eben nach Ludwigsburg fahren würden, ins Blühende Barock und den Märchengarten. Dort war ich schon als Kind, dann war ich jahrelang nicht dort und dann wieder mit dem Großen, als der noch ein Kleiner war. Das wiederum ist nun aber auch schon wieder Jahre her. Zwischen mir und dem Großen hatte sich nicht viel verändert in dem Park – er hatte immer das etwas romantische, angestaubte Flair wie vermutlich auch schon bei seiner Eröffnung 1959. Nun war ich sehr gespannt, wie viel sich in den letzten etwa 10 Jahren verändert haben würde, seit ich mit dem Großen nicht mehr dort war.

RapunzelturmWas soll ich sagen?! Fast nichts! 🙂 Es ist immer noch ein romantischer, fast verwunschener Ort. Nichts könnte die passendere Umgebung für Märchen sein als der bewaldete Hang dort, mit viel Schatten und dichtem Blätterdach. Ich liebe die alten Puppen, die schon zu meiner Kindheit genauso aussahen, die alte Eletronik, die man noch brummen hört, wenn etwas anspringt, das Schwäbisch vieler Sprecher oder Erzähler… 😉 Da wurden heute eine Menge Kindheitserinnerungen wach! Die Kleine fand es auch total klasse und ich war sehr positiv überrascht, dass man mit ihr eigentlich schon alles dort machen konnte. Sie verstand von all den erzählten Märchen vermutlich gar nichts, aber sie bestaunte die Szenerien, die beleuchteten Puppen, die sich bewegten und hörte und schaute bei jedem einzelnen Fenster und jeder aufgebauten Szene zu bis zum Ende. Ich war total begeistert! Außerdem fuhren wir mit dem Schiff dort (war ihr etwas unheimlich), sie durfte (begleitet von mir) im Seerosenteich Seerosenprinzessin spielen und saß stolz wie Oskar auf dem Thron und fuhr ganz alleine auf und nieder und strahlte ganz verschämt und beobachtete die Wasserspiele um ihren Thron herum, wir fuhren mit dem Eisenbähnchen, wir besuchten den Froschkönig (und Mama und Papa wurden nass – die Kleine natürlich nicht, die wurde ja getragen…!), riefen Rapunzel, störten den Riesen Goliath in seinem Schlaf, begleiteten Däumelinchen auf ihrer Reise, ließen das Breitöpfchen überkochen, streichelten die Ziegen, und und und…

Die Maus war total begeistert – und ich ebenfalls. Ich hatte erwartet, dass wir vieles mit ihr noch gar nicht würden machen können, aber überraschenderweise ging eigentlich wirklich alles. Wir waren sogar in der Herzogsschaukel – später beobachteten wir eine Schulklasse mit vielleicht 8-10jährigen, die alle stolz waren wir nochwas, wenn sie sich trauten, in der Herzogsschaukel zu schaukeln. Die Mädchen erzählten danach alle, sie hätten furchtbar geschrien. Ich bekam ein ganz schlechtes Gewissen, dass wir da mit der kleinen Maus drin gewesen waren. Wobei die gar nicht geschrien hatte. 😉 Sie wirkte skeptisch und war jetzt auch nicht gerade euphorisch, aber sie weinte nicht und kreischte auch nicht. 😉

RosengartenDann wanderten wir noch durch das Blühende Barock. Hach, ich war so beeindruckt und begeistert von der Blütenpracht überall! Ich glaube, diese Jahreszeit war jetzt auch ideal, um dort zu spazieren. Die ganzen Rosen standen alle in voller Blüte und rochen sooooo gut! Und wir hatten auch mit dem Wetter ein solch unfassbares Glück! Die ganze Zeit strahlte die Sonne vom blauen Himmel – was nach all den Regentagen, die hinter uns liegen, einfach der Seele so unendlich gut tat! Und der Garten ist einfach traumhaft angelegt! Wir nahmen uns richtig viel Zeit zum durchbummeln und ich war an Orten, da war ich noch nie mit dem Großen gewesen… Oha! Was mir da entgangen war!

In der begehbaren Vogelvoliere begegneten uns zuerst Mama-Ente und Papa-Ente mit einer Baby-Ente. So ein putziger kleiner Flauschball! Und danach nochmal eine Mama-Ente – mit gleich 8 Baby-Enten! Ich war total entzückt! Und oben drauf auf der Voliere, also wildlebend, brüteten Störche. Beziehungsweise die waren fertig mit Brüten – wir sahen die Jungtiere im Nest ihre Schnäbel recken. Ich habe mich riesig gefreut, dass dort Störche brüteten!

Gegen 15 Uhr waren wir dann wieder daheim. Die Kleine war dort im Kinderwagen eingeschlafen und hatte sich überraschenderweise sogar ins Auto umtopfen lassen und die Heimfahrt auch gleich noch verschlafen. Hier wachte sie auf, als wir in unsere Straße einbogen – blendend gelaunt und ausgeschlafen. 🙂 Also packte ich Kind und Pflegehund ein und machte mit beiden noch einen Spaziergang, der dann auf dem Spielplatz endete.

Rutsche hochlaufenDie Kleine durfte dann natürlich dort auch spielen. Zuerst saß sie nur in einem kleinen Sandkasten am Rand, aber dann sah sie den Trubel im großen Sandkasten, in dem die älteren Kinder spielten, und wollte ebenfalls dorthin. Sie rutschte zweimal, bremste allerdings so mit ihren nackten Füßchen an der Rutsche, dass sie sich fast überschlagen hätte, wenn ich sie nicht gehalten hätte. Daraufhin versuchte sie dann lieber von unten die Rutsche hochzulaufen… Runterrutschen klappt noch nicht, aber das Hochlaufen schon probieren! Tze! Dann jedoch entfernten wir uns für den Geschmack des Pflegehündchens zu weit vom Kinderwagen, an dem ich es festgemacht hatte… Hui, da versuchte das Hundetierchen aber fix, wieder zum Rudel aufzuschließen! Sie zerrte so fest an der Leine, dass sie den schweren Kombikinderwagen hinter sich herzog und eine Frau, die auf der Bank daneben saß, schnell eingriff, bevor der Wagen kippen konnte. Wie peinlich! Also blieben wir lieber in der Nähe des Hündchens – dann lag es nämlich sehr friedlich und entspannt einfach unter der Bank im Schatten und döste… Die Kleine entdeckte dann Sandspielzeug von einem anderen Kind, das allerdings gar nicht damit spielen wollte. Die Mutter sagte, die Kleine dürfe sehr gerne damit spielen, und da konnte ich sie tatsächlich alleine in den Sand setzen und mich auf die Bank etwa 2m entfernt setzen und ihr zusehen! Hätte ich ja nicht gedacht, dass das klappt! Sie hantierte dann geschäftig mit Schaufel und Eimern und rührte mit den Händen den Sand im Eimer. Es war so interessant und spannend, sie zu beobachten, wie versunken sie da saß und spielte!

Abends durfte sie dann noch eine Runde in der Wanne planschen – das liebt sie ja total! Ihr neuestes Hobby ist, dass sie am Wannenrand steht, sie dort festhält und statt mit den Händen spritzt sie nun, indem sie fest ins Wasser stampft. Ich kann versichern: Es spritzt toll, in alle Richtungen!!!

Heute Abend fiel dann ein glückliches Baby todmüde ins Bettchen… 😉

 

Eigentlich hatte ich tolle Fotos gemacht, die ich hier einfügen wollte – jedoch will die Technik nicht so wie ich. Ich sehe die Bilder auf der externen SD-Card meines Handys, jedoch werden sie mir am PC nicht angezeigt und somit kann ich sie auch nicht auf den PC übertragen… Ich habe keine Ahnung, was da auf einmal kaputt ist, denn bislang ging das Übertragen ja… Für Tipps wäre ich dankbar! Bis dahin müsst ihr leider ohne Fotos auskommen…

*edit* Nun hat es geklappt, die Bilder fanden über den Umweg Laptop von meinem Mann und externe Festplatte doch noch auf meinen Laptop und nun habe ich noch ein paar Bilder eingefügt. 🙂