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Die letzten Wochen – Vatertagsgeschenk

Ende Mai war ja Vatertag. Ja, ich bin spät dran, aber ich wollte euch trotzdem zeigen, was die Kleine und ich für den Papa gezaubert haben. Sie findet es nämlich dermaßen toll, dass sie es immer noch dauernd zeigt und davon spricht, der Papa hat sich RIIIIIIESIG gefreut und uns hat es einfach auch total Spaß gemacht! 😉

Ich habe bei Pinterest einige Anleitungen gesehen, wie man aus Fuß- oder Handabdrücken irgendwas kreieren kann, und so war schnell klar, dass ich sowas mit der Kleinen machen möchte. Das ist etwas, was sie eben selbst auch schon aktiv mitmachen kann (bzw. ja muss, geht ja um ihren Abdruck, nicht um meinen). Dann sollte es etwas sein, wo ich nicht mehr allzu viel ergänzen muss, damit es wirklich VON IHR kommt in der Hauptsache und nicht am Ende ein „von Mama gemaltes Bild mit einem Abdruck irgendwo in der Mitte“ ist. Und zu guter Letzt sollte es dann noch nicht an Jahreszeiten gebunden sein, damit man es aufhängen und das ganze Jahr über hängen lassen kann. Ich fand alle möglichen Bilder von Schmetterlingen, ähnlich diesem hier, und schnell stand fest, dass wir das so ähnlich ausprobieren wollten.

Ich durchforstete also meine Bastelmaterialien, was wir denn noch so da hatten. Denn natürlich war ich mit meiner Idee mal wieder so spät dran, dass ich keine Zeit mehr hatte, noch einkaufen zu gehen, um eventuell fehlende Materialien zu besorgen. Einen kleinen Keilrahmen hatten wir aber noch, wenn auch nicht reinweiß, und Acrylfarbe auch. Das Fuß einpinseln war dann nicht so einfach wie zuerst gedacht, da die Kleine total kitzelig ist und sich kaputt lachen musste, während ich den Fuß anpinselte… *lach* Wir hatten jedenfalls eine ganze Menge Spaß! Die Kleine passte auch ganz genau auf, dass ich auch wirklich alle Farben verwendete. Ich hatte sie auf ihren Hochstuhl gesetzt und sie hielt das Füßchen hochgereckt und verrenkte sich, um dabei auf ihre Fußsohl gucken zu können. Später dasselbe Prozedere dann mit dem zweiten Fuß, bei dem sich dann genau aufpasste, dass ich ähnliche Farben verwende wie beim ersten und kommandierte von oben: „Hoot, Mama!“ (rot)

Ich hatte erst etwas Sorge, wie wir die Farben wieder von den Füßchen wegbekommen würden, aber mit Feuchttücher vom Wickeln ging es ganz leicht weg. Zwischen den Zehen musste man halt extra putzen und sicherheitshalber ging es abends dann noch in die Badewanne.

Den Körper und die Fühler malten wir dann mit dem Pinsel noch gemeinsam. Obwohl ich extra einen ganz dünnen Pinsel nahm, wurde es durch das gemeinsame Malen dann doch ziemlich dick – aber dafür hat sie es wirklich selbst gemacht, ich habe nur bei der Linienführung ein bisschen geholfen! Das war mir wichtiger als dass es makellos schön wird. 😉

Nachdem alles getrocknet war, beschriftete ich unser Werk noch unter ihren Argusaugen und dann konnte sie es am nächsten Tag dem Papa schenken – und oh! Wie stolz sie war! So süß!

 

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Frohe Ostern!

Frohe Ostern euch allen! 🙂

Die Kleine und ich waren die letzten Tage fleißig und haben Eier gefärbt. Ich hatte Glück und habe weiße Bio-Eier im Supermarkt bekommen (meistens sind die ja braun) – wobei wir ansonsten eben einfach braune gefärbt hätten, wäre ja auch gegangen. 😉 Die Kleine war mit Feuereifer dabei und ist jetzt langsam auch schon in einem Alter, in dem sie richtig mitmachen kann. Okay, „helfen“ kann man das nicht nennen, mit ihr dauert alles doppelt so lange wie ohne sie, aber sie hat so einen Spaß dabei! Das macht den zusätzlichen Zeitaufwand dann wieder wett. Sie war total begeistert vom Färben und kommentierte jeden Arbeitsschritt. *lach*

Ich hatte ein Farbset gekauft mit Stempeln, so dass man die Eier auch bestempeln konnte. Ich dachte, das könnte die Kleine vielleicht schon selbst machen. Das funktionierte allerdings nur so mäßig. Da blieb an den Stempeln immer viel zu wenig Farbe haften, als dass da ein richtiger hübscher Osterstempel auf dem Ei angekommen wäre. Und demnach konnte es die Kleine dann auch nicht ganz alleine machen. Aber sie war auch ganz zufrieden mit zuschauen und kommentieren und mir die Eier anreichen, die ich bestempeln sollte.

Nach einigen bestempelten Eiern fiel mir ein, dass wir letztes Jahr ein Set mit Oster-Aufklebern für die Eier hatten und die Aufkleber nicht alle gebraucht hatten. Ich wusste sogar noch, wo die restlichen Aufkleber waren. 😉 Also holte ich für die restlichen Eier dann die Aufkleber – und die konnte die kleine Mausemadame dann auch wirklich alleine aufkleben! Zum Abschluss wurden die Eier dann noch eingeölt, damit die Farbe gut hält und die Eier schön glänzen.

Zuletzt musste dann noch eine hübsche „Verpackung“ her für die Ostereier, so dass die Kleine heute beim Familienmittagessen mit Oma, Uroma und zwei Onkels dann ihre Kostbarkeiten auch angemessen überreichen konnte. Hier fand ich eine Anleitung, die leicht umzusetzen war – nichts großartig aufwändiges, gerade recht für unsere Zwecke.

Die Kleine war dann soooo stolz, als sie vorher ihre gefärbten Eier verschenken durfte. Jedes trug sie einzeln von unserem Korb zum jeweils beschenkten. Mein Bruder kam etwas später, so dass sie ihn nicht in der ersten Runde mit beschenken konnte, aber direkt merkte, dass ein Ei ja nun übrig war. Ich erklärte ihr, das sei für den Onkel, der käme sicher auch gleich. Dann klingelte es kurz darauf an der Tür, sie schoss hoch, ließ sofort ihr Spielzeug fallen und raste los und rief aufgeregt: „Eier!!!“ *lach*

In diesem Sinne noch rasch für Euch ebenfalls ein frohes und gesegnetes Osterfest!!! 

 

DIY – Ostereier

Im Netz habe ich diese Anleitung für Ostereierbasteln gefunden und das musste ich unbedingt ausprobieren!

Also habe ich gestern Abend angefangen und war überrascht, denn das ganze ging ziemlich schnell. Ich habe 7 Eier gemacht und es hat gerade mal 2 Stunden (inkl. einmal zur Kleinen reingehen und sie zum Weiterschlafen bewegen) gedauert. Aber es war wirklich eine Riesenschmierei! Hatte was vom Sandmatschen als kleines Kind. 😉

Ich habe die Ostereier mit Stickgarn gemacht, das meine Mutter vor zig Jahren mal ganz günstig in Ungarn gekauft und nie wirklich verwendet hatte. Mit dünnem Garn wie Stickgarn sehen die Eier filigraner aus als mit dicker Wolle, mit Wolle würde es aber genauso funktionieren. Ich wollte die Eier filigraner, daher habe ich mich für das Stickgarn entschieden. Außerdem habe ich Mehlkleister verwendet und keinen gekauften.

Man braucht:

  • 1 Tasse Mehl (für den Kleister)
  • ca. 1 Tasse Wasser (für den Kleister)
  • oder alternativ: Kleister
  • Schüssel und Löffel zum Anrühren
  • Garn oder Wolle (je Ei ca. 4 m, bei dickerem Garn würde ich weniger nehmen als bei dünnerem Garn)
  • Wasserbomben
  • Leine und Wäscheklammern
  • Schere und Zeitungspapier als Unterlage

MehlkleisterZuerst habe ich also meinen Mehlkleister angerührt. Dafür eine Tasse Mehl in einer großen Schüssel mit ca. einer Tasse Wasser verrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Brei entsteht. Der Brei sollte wie Kleister oder Klebstoff sein.

 

 

Dann werden die Wasserbomben aufgepustet – nicht mit Wasser gefüllt logischerweise. 😉 So groß wie die Wasserbomben werden nachher die Ostereier. Ich habe darauf geachtet, dass sie etwa gleich groß sind, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Anschließend die Wolle oder das Garn zuschneiden. Ich habe drei Armspannen je Garn genommen, also etwa 4,50 m. Das Garn war wie gesagt dünn, bei dickerem würde auch weniger genügen. Wenn man das Gefühl hat, das Ei sei noch nicht genügend umwickelt, aber man hat bereits alles vorher zugeschnittene Garn verwendet, kann man problemlos nochmal etwas abschneiden und damit weitermachen.

verheddertDas zugeschnittene Garn wird dann in den Kleister getaucht. Ich habe zuerst nicht so akribisch darauf geachtet, es ordentlich in den Kleister zu legen, und prompt hat es sich gleich beim ersten Ei so verheddert, dass ich es nicht mehr verwenden konnte, weil ich nur noch ein einziges, unentwirrbares Garn-Kleister-Knäuel hatte. Da habe ich das mit dem Anstückeln von neuem Garn also gleich mal testen dürfen…

Schnur eintauchenBeim nächsten Ei war ich dann also schlauer und habe darauf geachtet, das Garn sehr ordentlich in Kreisen in den Kleister zu legen. Es passte von der Länge her nicht auf ein einziges Mal rein, also habe ich zuerst die erste Hälfte des Garns verwendet und anschließend die zweite Hälfte im Kleister versenkt und dann damit weitergemacht. Ich habe das Garn zuerst in ordentlichen Kreisen gelegt und erst als alles lag, dann mit den Fingern untergetaucht, bzw. den Kleister darübergestrichen, so dass das ganze Garn voll mit Kleister war. Auf dem Bild ist das Garn noch nicht untergetaucht.

Ballon aufhängenTrockenleine

 

 

 

 

 

Den Kleister streift man am besten mit den Fingern wieder etwas vom Garn ab, sonst wird das viel zu dick und klumpig, das sieht nach dem Trocknen dann nicht mehr schön aus. Und dann wird die Wasserbombe kreuz und quer umwickelt. Anschließend muss das Gebilde trocknen, bevor man weitermachen kann. Laut Anleitung soll man das auf ein Backblech legen, anderswo las ich etwas von Wachspapier, außerdem muss man das dann natürlich auch noch wenden. Ich fand es aber viel praktischer, die fertigen Ballons einfach an einer Leine aufzuhängen und über Nacht hängen zu lassen.

Ballon ablösenMorgens war dann auch alles getrocknet. Bevor man die Wasserbombe zum Platzen bringt, sollte man sie kurz überall etwas eindellen, so dass sich das Garn schon mal vorsichtig löst, bevor die Wasserbombe sich mit einem Ruck verabschiedet und nachher noch unser hübsches Osterei verformt wird.

 

Ballon platzenWichtig ist, dass alles gut durchgetrocknet ist. Die dünnen Fäden alleine würden die Form sonst nicht behalten (könnt ihr mir glauben – ich hab es in meiner Ungedulg natürlich direkt mal ausprobiert… ähem).

Und dann wird die Wasserbombe zum Platzen gebracht. Die Fetzen kann man dann einfach rausziehen, die sollten nach dem Ablösen ja nicht mehr festkleben.

Ich habe dann noch ein bisschen die überflüssigen Kleisterrückstände entfernt (Vorsicht, dass man dabei nicht die dünnen Streben knickt), wo es eben gut ging. Ein bisschen machen die allerdings den Reiz auch aus, alles würde ich also nicht entfernen.

Und dann muss man es nur noch hübsch anordnen und hat eine schöne, selbst gemachte Osterdeko! 🙂

Osterdeko