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Endlich wieder ein Lebenszeichen

Nun war es aber laaaange still um uns! Das soll so natürlich nicht bleiben – aber hier war es einfach so fürchterlich trubelig und turbulent, dass ich gefühlt zu üüüüberhaupt gar nichts kam. 😉 Ich denke, ich werde die nächste Zeit ein bisschen erzählen, was so los war. Jetzt freue ich mich aber erstmal, dass ich überhaupt wieder da bin.

Gestern hatte die Kleine ihre U7. Sie misst nun stolze 85 cm und wiegt 11,3 kg. Damit ist sie eher klein und eher zart, aber das sehen wir ja auch im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern, wenn wir im SpielRaum sind oder uns privat mit anderen Kindern treffen. Sie ist immer kleiner als die anderen Gleichaltrigen und dass sie nicht dick ist, sieht man ihr ja an. Wobei ich sie auch nicht als „zart“ beschrieben hätte, sie wirkt nicht besonders schmal. Ihre Oberschenkelchen sind schon eher kräftig… 😉 Kopfumfang hat sie 49,5 cm – das wusste ich aber schon, sie liebt es, wenn ich sie ausmesse und kommt alle paar Tage mit meinem Maßband und will, dass ich sie messe.

Auch die restliche Untersuchung verlief problemlos. Sie hat alles bestens mitgemacht, mit der Ärztin Ball gespielt, Tiere benannt (bzw. ihre Laute nachgemacht, die meisten kann sie nicht benennen), sich widerstandslos untersuchen lassen (wobei sicher von Vorteil war, dass sie einen Arztkoffer besitzt und uns sehr gerne mit selbigem untersucht).

Wir wurden gefragt, ob sie schon 2-Wort-Sätze spricht. Ich musste fast lachen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich Sorgen um ihre Sprachentwicklung gemacht – beziehungsweise nicht um die Entwicklung (ich war mir recht sicher, dass alles okay ist und sie halt einfach spät dran ist), aber hätten wir die Untersuchung in ihrem 22. Lebensmonat gemacht, was ja auch schon im U7-Zeitraum läge, dann hätte sie noch lange keine 50 Worte gekonnt und auch überhaupt nichts kombiniert. Seit Anfang Juni kombiniert sie viel und seit Mitte Juni explodiert der Sprachschatz. Ende Mai hatte ich ihre bekannten Wörter gezählt und war auf 75 gekommen – Mitte Juni hatte ich den Überblick dann verloren, weil sie ganz plötzlich total viele neue Worte konnte, und täglich mehrere neue dazu kamen. Sie erzählt schon ganze Zusammenhänge: „Dir hunter lleine nein, Hoppada! Dir hunter Mama Hand.“ (Sie geht die Treppe nicht alleine runter, da könnte sie fallen, sondern an Mamas Hand.) Oder wenn sie rauf in unseren oberen Stock möchte, um die Kaninchen zu füttern, fragt sie: „Dir hoch Hoppa aah?“ Oder sie will im Garten mit dem Papa Ball spielen: „Dir hunter Papa Bann?“ (gefolgt von ihrer Eklärung, wie sie gedenkt die Treppe hinunter zu steigen – siehe oben) So kommt sie schon auf richtig lange Erzählungen und Worte. Sie meidet fast alle Füllwörter wie „oder“ oder „und“, die werden einfach ersatzlos weggelassen, und sie benutzt generell wenige Verben, sondern reiht die Substantive eines Satzes in fast willkürlicher Reihenfolge aneinander. Möchte sie eine Tatsache verneinen, reiht sie alles aneinander und fügt gerne ganz am Ende ein „nein“ hinzu. Die Ärztin war jedenfalls ganz beeindruckt, als ich das erzählte – und ich ganz überrascht, dass sie das beeindruckend fand, es kommt mir so normal vor…

Wir haben nun also eine ganz normal entwickelte, fitte kleine Mausemadame, über die wir sehr glücklich sind! 🙂

Die große Liebe

Die Kleine hat ihre große Liebe gefunden. 😉 Der Glückliche geht mit ihr seit einem Dreivierteljahr zum Pikler-SpielRaum, und es war wohl Liebe auf den ersten Blick – jedenfalls verstand sie sich auf Anhieb super gut mit ihm. Und es beruht auf Gegenseitigkeit! Die beiden suchen total häufig die Nähe des jweils anderen und streiten extrem selten (so gut wie nie) um ein Spielzeug, sondern spielen dann lieber gemeinsam mit demselben. Total schön!

Glücklicherweise verstehe ich mich mit der Mama des Kleinen ebenso gut. Wir haben gleich mal abgemacht, dass die Kids heiraten werden, somit sind die beiden einander nun versprochen. *lach* So kam es dann auch, dass wir anfingen, uns ab und zu privat zu verabreden.

Und gestern waren wir, um das strahlend schöne Wetter auszunutzen, dann gemeinsam mit den beiden im Zoo. Es war so niedlich, die beiden Zwerge miteinander zu sehen!!! Eine Zeitlang liefen sie sogar Händchen haltend. Ist das nicht putzig?! Ansonsten hatten sie beide wahnsinnig viel Spaß! Sie begutachteten die Tiere, rannten um die Wette, kletterten jede sich bietende Treppe hinauf und wieder hinunter (und noch einmal hinauf und wieder hinunter…), teilten sich die Kekse und ihre jeweiligen Trinkflaschen tauschten erstmal den Besitzer, … Sie hatten einfach wahnsinnig viel Spaß miteinander!

Wir hatten Glück und kamen gerade rechtzeitig zum Elefantenbaden und -füttern. Das weiß man nie vorher, wann das ist, das kann man immer nur am jeweiligen Tag direkt im Elefantenhaus sehen – und wir waren 3 Minuten, bevor es losgehen sollte, zufällig gerade am Elefantenhaus. Von Ferne draußen im Außengehege fand die Kleine die Elefanten total super – aus der Nähe dann, im Elefantenhaus beim Baden in nur ungefähr 5 Meter Entfernung, waren sie ihr dann aber total unheimlich. Vermutlich zu groß und mächtig – kann man ja auch verstehen! So ein Elefant ist schon ein beeindruckend großes Tier! Als wir dann ein paar Meter weiter weg gingen, war es für sie wieder okay.

Ansonsten fand sie eigentlich alles toll. Die Giraffen, ganz besonders die Okapis, die verschiedenen Äffchen, die frisch geschlüpften Küken fand sie total klasse, die Erdmännchen hätte sie gerne geherzt und geküsst, jedenfalls behauptete sie das (lief ans Gehege und kommentierte „Eiiiii! Dir *Kuss*“). Die sind aber auch niedlich, das kann ich gut verstehen, die würde ich auch gerne mal bekuscheln! 😉

 

Zum krönenden Abschluss des Tages im Zoo gab es dann für beide Kinder noch ein Eis. Für unsere Kleine war es das erste eigene Eis, letztes Jahr durfte sie höchstens mal an meinem schlecken. Sie bekam ein Nucki Nuss, und eigentlich dachte ich, dass sie nach ein paar Mal schlecken genug haben würde und ich somit auch noch was abbekäme – wie meistens bei Süßkram. Aber so langsam scheint sie auf den Geschmack zu kommen, sie futterte massenhaft. 😉 Von der Waffel biss sie dann allerdings nur einmal ab – das war nicht so ganz nach ihrem Geschmack. Dann schleckte sie so lange noch weiter Eis, bis die Zunge nicht mehr lang genug war und sie nichts mehr erwischte – den kläglichen Rest durfte ich dann gnädigerweise essen… 😉

Heute sah sie ihren kleinen Freund direkt wieder, weil SpielRaum war. Wir kamen kurz nach den beiden am SpielRaum an und er freute sich total, uns zu sehen – er hatte anscheinend direkt nach uns gefragt. Hach, so süß! Während der Stunde machten sie ihre Liebe dann auch öffentlich – sie trafen sich beim Spielen und nahmen einander mit einem „Eiiii!“ in die Arme – und küssten sich auf den Mund! Und das gleich mehrmals nacheinander. Nicht nur seine Mutter und ich waren ganz hingerissen, die anderen Eltern mussten auch alle lachen und fanden das total goldig.

Nach der Stunde tauschten die Kids dann ihre Mamas – er wollte unbedingt auf meinem Arm beim Abschlusskreis, und weil meiner Kleinen das dann auf meinem Arm zu eng wurde, wollte sie zu seiner Mama auf den Arm. Die Kursleiterin war beim Abschied ganz verwirrt, weil die falsche Mama das falsche Kind auf dem Arm hatte. *lach*

Er ist nun das erste Kind, bei dem ich richtige Sympathien von der Kleinen ausgehend beobachten kann. Bislang spielt sie einfach mit jedem Kind, das sich in ihrer Nähe befindet, gleich gerne. Sie ist total offen und geht auf dem Spielplatz immer auf andere Kinder zu und ist richtig, richtig gut darin, sich in ein gemeinsames Spiel einzufinden – ahmt die anderen nach, bei älteren Kindern lässt sie alles mit sich machen oder macht, was die ihr sagen, was sie machen soll (solange sie dafür nichts allzu wildes tun müsste). Sie ist total kontaktfreudig und hat viel Spaß am gemeinsamen Spiel. So früh hat der Große das gar nicht eingefordert wie sie nun. Aber bislang war sie da eben immer ganz indifferent – WER da mit ihr spielt, war ihr ziemlich egal. Ihr kleiner Freund ist der erste, den sie ganz klar allen anderen bevorzugt, und an dem wirklich ihr kleines Herzchen hängt. Sehr niedlich! Zum Glück beruht es auf Gegenseitigkeit, ihr kleines Herzchen scheint in guten Händen zu sein. 😉 Sie küsst auch NUR ihn (abgesehen von Mama und Papa und ab und zu mal Bruder oder Oma und Opa) – bei noch keinem anderen fiel ihr das ein. Und umgedreht ist es auch so! Er ist zwar ein kleiner Charmeur, ihr aber sehr treu. 😉

Wir sind gespannt, wo das noch hinführen wird! 😉

Warten auf das Platzen des Sprachknotens…

Ich habe ja schon das ein oder andere Mal von den sprachlichen Entwicklungen der Kleinen berichtet … aber leider hat sich seit meinem letzten Eintrag nicht mehr viel getan. Recht neu ist (ich weiß gerade gar nicht, ob ich das schon irgendwo erzählt habe), dass sie zu sich selbst „Dir“ sagt. Eine Zeitlang war sie selbst ja „Dede“, dann schwenkte sie um und sagt nun ganz deutlich „Dir“. Vermutlich eben, weil man sie so ja sehr häufig anspricht („Ich helfe Dir„, „Ja, ich gebe es Dir„, „Soll ich Dir das holen?“). Seit sie selbst „Dir“ zu sich sagt, habe ich mal bewusst darauf geachtet – und da wir normalerweise nicht von ihr in der dritten Person sprechen, wenn wir mit ihr reden (was manche Eltern ja schon tun und zum Beispiel sagen „Möchte der Paul noch etwas trinken?“), sondern sie immer direkt ansprechen, sagen wir tatsächlich häufiger „Dir“ als ihren Namen zu ihr. Kein Wunder, dass sie sich selbst nun so nennt!

Das führt zu mitunter auch ganz lustigen Konversationen. Wenn man sie zum Beispiel fragt „Wem soll ich das denn geben?“ und sie antwortet mit „Dir!“, dann meint sie natürlich nie denjenigen, der gefragt hat, sondern immer sich selbst. 😉 Genauso wenn man sie fragt „Wem gehört das?“, dann antwortet sie auch mit „Dir“, meint aber niemals das Gegenüber. Manche Unterhaltungen klingen definitiv vollkommen absurd, wenn man da mal bewusst darauf achtet!

Sie kombiniert nun schon länger Worte und Gesten, um Geschichten nachzuerzählen. Neulich zum Beispiel war ihr Patenonkel (der Bruder meines Mannes) zu seinem Vater (also dem Opa der Kleinen) geflogen, der im Ausland lebt. Der Kleinen erzählten wir das. Sie kann den Namen des Patenonkels noch nicht sagen und nennt ihn hartnäckig „Mamm“ (= Mann). Nur zur Erinnerung, Opa hieß Happi. Also erzählte sie folgendes: „Mamm Happi! [der Patenonkel ist bei Opa] *Geste für Flugzeug* [Er ist hingeflogen] *Laut für Schlafen* [Er bleibt da ein paar Tage und übernachtet da] *Geste für Flugzeug* [Dann fliegt er wieder heim] Mamm Dir!“ [Und dann besucht er mich wieder]

Leider bleibt es weitgehend dabei. Ganz ab und zu kommt mal ein neues Wort hinzu (das derzeit neueste ist schon ein paar Tage alt, ist aber „Eiee“ – „Eisbär“) – während sie aber gleichzeitig auch immer wieder Wörter auf einmal wieder nicht mehr verwendet, die schon mal ziemlich zuverlässig kamen. Andere werden verändert („Eimaa“ – Einmal – ist nun verändert worden zu „Eimanoo“, ihr einziges dreisilbiges Wort, soll heißen „Einmal noch“ ;-), wird aber auch verwendet für „Immer wieder“). Was gar nicht mehr vorkommt ist „Sitze“ oder „Tinke“ – Stillen ist „Nomanom“ oder sowas ähnliches, normales Trinken ebenfalls, manchmal mit dem Zusatz „Tee“ (was aber trotzdem Wasser bedeuten kann).

Alles in allem scheint also derzeit nicht allzu viel in Bewegung zu sein, was die Sprache angeht. Ich hoffe sehr, dass da bald mal mehr kommt. Nun ist sie schon fast 22 Monate alt! Etwa in diesem Alter platzte beim Großen der Knoten und ganz plötzlich kam ich gar nicht mehr hinterher, seine Worte aufzuschreiben, die er so sagte… Bei ihr kann ich das noch mühelos. Und in unseren Spielgruppen wird sie nun von den meisten Kindern sprachlich abgehängt. Wobei sie dennoch sehr klar mitteilen kann, was sie möchte, und die anderen Kinder sie auch durchaus verstehen. DAFÜR also braucht sie nicht reden lernen. *lach* Aber daheim merke ich, dass sie durchaus mal komplexere Zusammenhänge erzählen möchte, und da komme ich dann oft nicht mehr mit, was sie nun eigentlich meint. Besonders wenn es eben eine Nacherzählung von etwas ist, was länger her ist (sie erzählt heute noch, dass sie vor WOCHEN mit dem Papa am Flughafen war und von seinem Arm aus Flugzeuge angeschaut und ihnen nachgewunken hat – das ist ewig her, aber erst gestern berichtete sie mir mit wichtiger Miene: „Papa *Geste für Flugzeug*. Papa Aarm. *Geste für Flugzeug* *Winken*. Papa *Winken*. Eimanoo *Geste für Flugzeug* *Winken*.“ [Ich war mit Papa am Flughafen, ich war auf Papas Arm. Ich habe den Flugzeugen gewunken. Papa hat auch gewunken. Da waren immer wieder Flugzeuge, denen wir gewunken haben.] Das versteht man natürlich nur, wenn man weiß, wovon sie berichtet. Erzählt sie nun etwas, was ich nicht direkt einordnen kann, dann kapiere ich es oft erst bei mehrmaligen Anläufen, wenn sie mehr Details hinzunimmt – oder eben auch öfter mal überhaupt nicht, da wird sie dann ganz verzweifelt.

Ich hoffe also sehr, dass sich da bald was tut! So langsam finde ich das Rätselraten um kombinierte Gesten und Worte doch recht anstrengend…

Sprachentwicklung – so spannend!

Ich kann gar nicht so schnell aktualisieren (oder ich könnte täglich nichts anderes posten als die Sprachentwiklung der Kleinen!), wie sie sich entwickelt. Es ist gar nicht mal nur der Sprachschatz. Ja klar, sie spricht täglich mehr Worte, kombiniert sie immer neu, kombiniert auch ganz viel mit Gesten und Mimik, so dass sie schon richtig komplexe Dinge sagen oder Gegebenheiten „nacherzählen“ kann. Das finde ich so spannend! Sie kommuniziert ganz offensichtlich total gerne und steckt da auch viel Energie rein. Das gefällt mir Plaudertasche ja richtig gut! 😉

Neu hinzugekommen sind folgende Worte:

  • Tee (Tee)
  • Hi (hi – in Verbindung mit dem Telefon)
  • Pipp (Pipi oder Stinki machen – sie sagt es sowohl, wenn der kleine Hund von unseren Vermietern im Garten ist und sie weiß, dass er da nun hinmacht, als auch wenn ich auf die Toilette gehe, oder wenn ihr selbst ein Pups entkommt :D)
  • Detzt (Jetzt)
  • Lette (Tablette, gemeint ist damit die tägliche VitaminD-Tablette)
  • Hadd (Hand, kommt selten)
  • Bee (Bär)
  • Hoppa (Kaninchen, die seither auch bei uns bloß noch „die Hoppas“ sind 😉 )
  • Hopp Hopp (meint Hopp Hopp als Antreibungsruf – scheine ich öfter zu benutzen, das war mir gar nicht so klar… *ähem*)
  • Úwha (wh wie in englisch what, starke Betonung auf dem U, klingt wie ein afrikanischer Stamm Ureingeborener – heißt Oma)
  • Happi (Opa)
  • Aarm (Warm)
  • Eizss (eins, sie „zählt“ damit, also zum Beispiel wenn sie 3 Teile zusammensteckt, dann sagt sie „eizss, eizss, eizss“)
  • Eimaa (einmal, zB für „noch einmal vorlesen, dann ist Schluss“)
  • wheh (wh wie ein englisch when – heißt weh, braucht sie leider gerade oft beim Wickeln, weil sie wieder etwas wund ist und wohl jedes säubern wehtut)
  • dut (gut)
  • Dede (ihr eigener Name – was extrem witzig ist, weil weder ein D noch ein E darin vorkommt… Wir haben keine Ahnung, wie sie auf Dede kommt *g*)

Ich bin so gespannt, wann der Knoten richtig platzt und all die Gedanken, die sie auf jeden Fall in ihrem süßen Köpfchen schon drin hat, auch wirklich mal herausgeplappert werden können! Ich finde es immer so spannend, wie Kinder die Welt um sich herum wahrnehmen und sich rätselhafte Dinge selbst erklären. Aber das wird noch ein bisschen dauern, bis sie das dann kann. 😉

Sprachentwicklung – weiter geht’s

Die Kleine ist wirklich gerade sehr eifrig dabei, sprechen zu üben. Es wird täglich mehr! Ich liebe diese Phase, wenn sie sich so mühen, etwas auszusprechen, und die Erfolgserlebnisse, wenn es ihnen gelingt, es so genau zu artikulieren, dass jemand sie verstehen kann – der Stolz, der ihnen dann in die kleinen Gesichtchen geschrieben steht, ist einfach zum Fressen niedlich!

Das war der Stand vom letzten Mal:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • (M)aah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Seither haben wir ein paar Neuerwerbungen:

  • Prt! (Prost)
  • Brt (Brot)
  • Bubu (Popo)
  • A-Hi (I-Ah, so macht der Esel :D)
  • Ditt-Ditt (Guck-Guck)
  • Hiich (Hirte; stammt aus Bilderbüchern mit der Weihnachtsgeschichte)
  • Ho (Hose; klingt gleich wie „Hoch“, kann man nur anhand der Situation unterscheiden)

An Tierlauten macht sie „Chrrr“ oder so ähnlich für das Schwein, die Maus macht „Piep“ (ebenso wie der Wecker), ihre Katze macht allerdings nicht „Miau“, sondern den Kuschellaut „Eiiii“, beim Elefant fasst sie sich an die Nase und gibt eine Art Löwengebrüll von sich (die beiden letzten Angewohnheiten finde ich sowas von süß und witzig!). Ein Auto macht „Brm!“ – überhaupt scheint sie es nicht so mit Vokalen zu haben… Am leichtesten fällt ihr das „u“, am schwierigsten scheint das „o“ zu sein.

Sie kombiniert immer mehr, zum Beispiel „Bebi Aam Mama“, wenn ich ihr Ostheimer-Krippenbaby in die Arme der Mama legen soll (was sie selbst noch nicht hinbekommt), oder „Die da Ho Pfuh!“ – diese Hose bitte über die Füße ziehen helfen. 😀 Für das „(M)Aaaah“ für Schaf muss sie sich total konzentrieren, bis sie das rausbekommt. Und immer wieder müht sie sich sehr, dann sagt sie irgendein Wort, das ich aber oft dann leider nicht verstehe und nicht erkenne. Dann wiederholt sie es ein paarmal, bis sie schließlich aufgibt. Da kommt nun also vermutlich schnell immer mehr!

Sprachentwicklung Stand 19,5 Monate

So langsam explodiert die Kleine sprachlich gesehen!

Sie sprach ja durchaus schon einige Worte, die sie bis auf „Mama“ und „Nein“ aber alle wieder einstellte, während sie laufen lernte. So war also zwischen Anfang September und Dezember eigentlich kein Sprachfortschritt zu verzeichnen – im Gegenteil, es war ja sogar ein Rückschritt. Auch Worte wie „Buh“ (Buch), die sie schon sehr zuverlässig und sehr häufig verwendet hatte, wurden alle wieder aufgegeben und nicht mehr gehört. Einige davon („Blu“ – Blume – zum Beispiel) habe ich bis heute nicht wieder gehört…

Aber nun geht es wieder los und zwar ziemlich flott! Immer wieder führt sie neue Worte ein. War lange Zeit „Mama“ ihr Wort sowohl für die tatsächliche Mama, als auch den Papa UND den Bruder, so hat sie das nun endlich differenziert. Zuerst kam „Babba“ für den Papa, mittlerweile ist es auch wirklich „Papa“, und dann kam „Bru“ für den Bruder, was ich irrsinnig witzig und niedlich finde! Eigentlich nennen wir ihren Bruder schließlich beim Namen und rufen ihn nicht „Bruder!“. *lach* Seit ein paar Tagen ist „Bru“ immer häufiger ein „Brúdur“ (starke Betonung auf der ersten Silbe). Zum Schießen! Vereinfacht es aber sehr – früher stellte sie sich nämlich einfach mitten ins Wohnzimmer und krähte „MAMA!!!“ und reagierte nicht, wenn der falsche sich angesprochen fühlte und ihr antwortete, sondern rief so lange weiter, bis der Richtige reagierte… Das war immer ein wildes Rätselraten, wer eigentlich gemeint ist.

Hier mal ihr momentan aktiver Wortschatz:

  • Mama (Mama)
  • Papa (Papa)
  • Bru; Brúdur (Bruder)
  • Nein (Nein)
  • Die da! (Das da – verbunden mit drauf zeigen)
  • Buh (Buch)
  • Heis (lustig gehauchter Wortausgang, fast wie ein sch; Heiß)
  • Ho! (Hoch – sowohl für „Treppe hochgehen“, wenn sie zu den Kanninchen will, als auch für „auf den Arm nehmen“, wenn sie auf den Arm möchte)
  • Bebi (Baby; derzeit inflationär gebraucht, weil sie völlig ausflippt, wenn irgendwo ein Bild eines Babys ist und sie unglaublich gerne und viel mit den Krippenfiguren spielt, ganz besonders mit Mama, Papa und Bebi)
  • Tinke (Trinken, gemeint ist damit meistens stillen)
  • Sitze (Sitzen, wenn sie auf den Schoß sitzen oder auf einen Stuhl gehoben werden möchte)
  • Dette (Decke; gemeint ist die Zimmerdecke, nicht die zum Zudecken, obwohl sie weiß, dass die auch so heißt)
  • Budu (Boden)
  • Huhuuu (Eule)
  • Muuuh (Kuh)
  • Pfuh (Fuß)
  • Huu (Schuh)
  • Aam (Arm)
  • Maah (Schaf)
  • Datt (beinhaltet das Wort „auch“, zum Beispiel, wenn sie auf etwas zeigt und anschließend auf etwas gleiches zweites, dann ist das erste „Die da“ und das zweite „Datt“)

Zudem ahmt die Hundebellen und Hufgeklapper für Pferde nach (das hatte sie beides während ihrer sprachlosen Zeit auch nicht aufgegeben).

Und es scheint schnell mehr zu werden. Sie müht sich immer wieder, etwas auszusprechen, aber meistens verstehe ich dann nicht, was sie sagen möchte. Sie fängt somit deutlich früher zu sprechen an als seinerzeit der Große (der war fast 2, bevor bei ihm spürbar der Knoten platzte), dafür spricht sie vieles noch sehr viel undeutlicher aus als der Große dann, und tut sich schwerer, neue Lautfolgen über ihre Lippen zu zwingen. Ich finde das total spannend, wie ehrgeizig sie da wirklich richtig übt!

Großes Hobby ist Vokabeln lernen – sie deutet also auf alles mögliche und man muss es benennen, immer mit „Die da?“ kommentiert. Sie hat so Bilderbücher mit „Meine ersten Worte“, die schaut sie sich gerne an und man muss jedes einzelne Bild darin benennen. Ich hoffe immer drauf, dass sie selbst es auch mal zu benennen versucht, sie kennt ja inzwischen alle Wörter, aber das hat sie noch nie probiert. Ich bin gespannt, wann das kommt.

Inzwischen kombiniert sie auch Gesten und Worte, so dass fast Sätze entstehen. Wenn ich irgendwo sitze und sie möchte, dass ich mitkomme, dann sagt sie schon mal sowas wie „Mama, sitze nein!“ und zieht an meinem Arm. Dafür, dass sie noch kaum etwas überhaupt spricht, finde ich das ziemlich erstaunlich!

Viele Grüße aus der Weihnachtswerkstatt!

Hier ist es furchtbar still geworden, weil das Weihnachtswerkstattfieber ausgebrochen ist… Irgendwie habe ich zu viele Projekte gleichzeitig am Laufen, fürchte ich!

  • Adventskalender für die Kleine besorgen (ich habe mich für einen mit Bildchen entschieden – sie braucht noch nichts materielles zum Auspacken, das versteht sie sowieso noch nicht, und Süßes mag sie nicht)
  • Adventskalender für den Großen (er wünscht sich einen selbst befüllten, also muss ich erstmal 24 kleine Geschenkchen organisieren und die dann alle auch noch einpacken…)
  • wie jedes Jahr zwei Kartons für Weihnachten im Schuhkarton packen
  • Vorbereitungen für unseren Christkindlesmarktstand – erst Socken stricken, dann nähen, jetzt Plätzchen backen
  • zur Weihnachtszeit stricke ich auch Socken und Mützen für Frühchen aus den Wollresten, die ich ebenfalls noch verschicken muss

Heute habe ich mal die beiden Schuhkartons für Weihnachten im Schuhkarton abgegeben, auf den allerletzten Drücker. Leider habe ich im Stress prompt vergessen, ein Foto davon zu machen. Wir haben zwei Kartons gepackt, für einen Jungen und für ein Mädchen, jeweils für das Alter 2-4 Jahre. Für so Kleine hatte ich noch nie gepackt, die letzten Jahre immer für größere Kinder. Aber Dank unserer Kleinen hier daheim war es mir dieses Jahr nun ein Anliegen, auch mal an die Kleinsten dort zu denken! Schade, dass ich beim Auspacken nicht dabei sein kann, da würde ich immer gerne die Gesichter sehen. 😉

Zudem war hier die letzen Zeit wirklich HighLife… Wir waren in den Herbstferien für 5 Tage im Bayerischen Wald. Eigentlich hätten es 6 sein sollen, aber wir sind vorzeitig wieder heimgefahren, als erst die Kleinen einen heftigen Magen-Darm-Infekt hatte und sich in einer Nacht 13mal übergab, und es zwei Tage später mich erwischte und ich mich ebenfalls die halbe Nacht übergeben musste… Durchfall wie Wasser kam auch noch dazu bei allen… Bevor es dann meinen Mann auch noch erwischen konnte, sind wir lieber heimgefahren – was definitiv besser war, denn daheim bekam er es dann prompt auch noch! Ebenfalls so heftig wie wir. Wir vermuten einen Noro-Virus, weil es kurz, fieberfrei, aber WIRKLICH richtig heftig war.

Der Magen-Darm-Infekt, beziehungsweise vermutlich der viele Durchfall hat wohl den Windelbereich der Kleinen anfällig für andere Erreger gemacht, jedenfalls kaum wieder gesund, bekam sie einen heftigen Pilz am Po. So schlimm war es noch nie… Und es kam total plötzlich! Vormittags gewickelt, bisschen rot, also schon extra gut eingecremt – und nachmittags blühte dann alles, war blutig beim Abwischen und tat ihr so extrem weh, dass sie wie am Spieß brüllte und man zu zweit wickeln musste (einer fixiert sie, einer macht sie sauber), weil sie sich wehrte wie der Teufel. Die arme kleine Socke! Wir holten dann auf eigene Faust Multilind Salbe aus der Apotheke, womit es auch ganz schnell besser wurde – aber es juckt wohl immer noch, jedenfalls schubbert sie öfter mit dem Po über den Boden und wird fast verrückt und besteht dann auf gewickelt werden (meist ist dann aber nur ein bisschen Pipi in der Windel). Gestern waren wir somit sicherheitshalber dann doch noch bei der Ärztin. Man sieht nur noch so wenig, dass sie gar nicht sicher war, ob das ein Pilz oder einfach ein bisschen Wundsein ist, aber das Jucken hat sie uns nun noch eine andere Pilzsalbe aufschreiben lassen. Die musste ich in der Apotheke bestellen und kann sie heute Nachmittag abholen. Damit geht es dann hoffentlich endlich restlos weg!

Der Große hat morgen Englischprüfung, das ist bereits ein Teil der Abschlussprüfung der Realschule. Er wird sooooo groß!!! Die letzten Tage hat er ganz fleißig seine Präsentation geübt und immer wieder verbessert. Nun kann er sie echt gut. Er hat sich auch Fragen überlegt, die ihm dazu eventuell gestellt werden könnten und die schon mal beantwortet, beziehungsweise sich Stichworte dazu aufgeschrieben. Er redet über Apollo 13. Passend dazu kam vorgestern der Film mit Tom Hanks im Fernsehen, den haben wir natürlich auch angeschaut. Ein weiterer Teil der Prüfung ist eine Listening-Aufgabe, wobei ihm ein Text vorgespielt wird und er muss so viel er sich davon merken konnte wiedergeben. Und der dritte Teil ist eine Aufgabe zu freiem Sprechen, entweder ein Rollenspiel (dass er per Telefon eine Pizza bestellen muss oder sowas) oder er wird zu irgendwas befragt, beziehungsweise soll dazu seine Meinung sagen. Im Listening-Teil war er in der Schule, als sie das geübt haben, wohl immer am schlechtesten. Ich hoffe so sehr, das alles klappt einigermaßen! An der Englischnote hängt ziemlich maßgeblich seine berufliche Zukunft – Englisch ist sein schwächstes Fach… Immerhin war er nun wirklich fleißig.

So, nun ruft die Weihnachtswerkstatt wieder, ich muss weiter backen… Ich zeige euch die Tage mal, was hier in der letzten Zeit alles so entstanden ist. 😉

Wer braucht schon Zähne

Mein armes kleines Mäuschen zahnt. Das tut sie ja schon länger, seit Anfang September hat sie schon fast ununterbrochen die Fingerchen im Mund. Am 15. September konnte ich dann den ersten Backenzahn, oben rechts, erkennen. Ich hoffte schon auf Besserung – aber nix da! Am 25. September kam der noch fehlende untere Schneidezahn rechts. Nun fehlt bloß noch ein Schneidezahn, oben rechts.

Und heute konnten wir dann den zweiten Backenzahn begrüßen, diesmal oben links. Und beide Kauleisten unten, wo die Backenzähne kommen werden, sind ganz dick und hart, da tut sich auf jeden Fall auch was. Arme Maus!

Und jedes Mal hat sie einen bis zwei Tage Durchfall, wenn ein Zahn durchbricht, der echt übel riecht (immer etwas säuerlich) und obwohl wir wirklich immer gleich wickeln, wird sie davon trotzdem jedes Mal gleich wund, die arme Maus. Vorhin beim Abendwickeln war sie ganz außer sich, weil es natürlich dann auch noch an den offenen Stellen brennt, wenn man da sauber macht, und hat geweint und geweint. 🙁 Sie tut mir dann so furchtbar Leid! Als Krönung allen Übels habe ich ihr dann auch noch ein Zäpfchen gegeben – Zähne und Erkältung quälen sie wirklich, die letzte Nacht war wirklich schlecht (und um 4:30 Uhr für sie und den Papa vorbei), das wollte ich ihr diese nicht schon wieder antun. Aber Zäpfchen HASST sie und wehrt sich mit allem dagegen, was sie aufbringen kann. Und wenn man es dann trotzdem drin hat, heult sie ganz außer sich. Die arme Kleine!

Ich hoffe wirklich, die unteren beiden Backenzähne brechen nun fix durch, damit sie dann endlich wieder eine Weile Ruhe hat!

Und eigentlich fände ich es auch vollkommen ausreichend (für den Moment), was sie jetzt an Zähnen hat! Die Arme quält sich immer so mit den Zähnen… Ich finde wirklich, das ist von der Natur nicht so richtig bis zu Ende durchdacht…!

Mittendrin statt nur dabei – unser Lernturm

Die Kleine ist definitiv ein „Mittendrin-Kind“. Einfach nur von weit weg zu beobachten, lag ihr von Anfang an nicht. Sie mag mitmischen, mitmachen, auch mal hinfassen, aus nächster Nähe beobachten, nachahmen, einfach ein Teil des Ganzen sein.

Demnach war das Kochen mit ihr von Anfang an schwierig. Ich hatte sie öfter mal im Sling dabei, wobei mir nie ganz wohl war, wenn ich kochte und sie so nah an den heißen Töpfen oder Pfannen war. Sobald sie gezielt nach etwas greifen konnte, kam es natürlich nicht mehr in Frage, sie im Sling an den Herd mitzunehmen. Die Babywippe alleine genügte ihr nicht – zu weit weg vom Geschehen. Dazu ist noch unsere Küche so klein und eng und durch die Dachschräge mit so wenigen wirklich nutzbaren Arbeitsflächen ausgestattet, dass es auch ausgeschlossen war, dass ich sie mit der Wippe irgendwo oben hätte hinstellen können, so dass sie irgendwas gesehen hätte. Es blieb nur der Boden – was sie echt doof fand.

Sobald sie stehen konnte, musste also irgendeine Lösung her. Über eine Freundin kam ich auf Lerntürme. Die perfekte Lösung für uns!!! Ich googelte und fand diese Anleitung. Das klang nicht besonders schwierig! Uns fehlte allerdings einiges Werkzeug und vor allem ein Platz, an dem man so etwas hätte bauen können. Lediglich im Garten hätten das machen können. Mein Opa jedoch hat eine komplette Werkstatt – und ist handwerklich sowieso ungefähr 1.000mal geschickter als wir das sind. 😉 Also fragte ich ihn, ob er das machen würde.

Und somit bekam die Kleine zum ersten Geburtstag von ihrem Uropa den Lernturm. 🙂

Und es war wirklich DAS Geschenk!!! Es fand am Geburtstag selbst viel zu wenig Erwähnung – da war sie noch ein bisschen klein dafür, konnte ja auch noch nicht laufen und war etwas weniger koordiniert in ihren Bewegungen. Da stellte ich sie dann eben immer rein, wenn ich kochte, aber es war noch nicht DAS Highlight wie jetzt. Ich hatte anfangs den Aus- und Einstieg mit einem großen Tuch umwickelt und so geschlossen, weil ich Angst hatte, dass sie einen unbedachten Schritt rückwärts macht und ihr Gewicht verlagert und quasi rausfällt.

Anfang September, als sie gute 15 Monate alt war, machte ich das Tuch wieder weg und dachte, wir probieren es mal ohne. Und da gab es dann auch wirklich keinerlei Unfälle. Sie brauchte eine Weile, bis sie das selbst hinein- und hinaussteigen beherrschte. Beim Einsteigen war ihr anfangs immer die Querstange oben im Weg – Füße und Hände waren quasi innen, ihr Kopf aber nicht unter der Stange durchgetaucht und somit noch außen – da hing sie dann immer und motzte. 😉 Nach mehrmaligem Zeigen hatte sie es schließlich drauf. Raus ging es von Anfang an für sie viel leichter, wobei sie nie wie von mir immer wieder empfohlen und gezeigt rückwärts rauskrabbelt – nein, das geht schon von Anfang an vorwärts! Sie hält sich oben an der Querstange und schwingt sich (anfangs vorsichtig, mittlerweile mit richtig viel Schwung) dann daran hängend einfach hinaus. Die untere Stufe benutzt sie dann gar nicht mehr. Wenn wir Besuch haben, quietschen immer alle erschrocken, aber sie beherrscht das echt gut. 😉 Neulich hatte sie jedoch in einer Hand auch noch ein Spielzeug, das ging dann nicht gut, sie hatte viel zuviel Schwung, um sich einhändig festzuhalten, schlug einen halben Salto und landete sehr unsanft auf den Fliesen. Aber außer einem großen Schreck war wohl auch da nichts passiert, sie weinte nur ganz kurz und dann war es wieder gut. Und leider hindert sie diese Erfahrung auch nicht, es weiter einhändig zu probieren…

Jedenfalls ist aber dieser Lernturm wirklich himmlisch! Sie turnt, während ich koche, darin herum, krabbelt rein, schwingt sich wieder raus, holt Spielsachen und spielt in der Küche, guckt mir zu, fragt, was ich da mache („Da, Mama?“ – „Ich schneide die Zucchini.“ – „Da????“ – „Jetzt kommt sie in den Topf.“ – „Da?!“ – „Ja, und dann müssen die Tomaten da rein.“ – und so weiter… ), kommentiert alles, und immer wieder erbettelt sie sich auf diese Art auch Naschereien – ein paar Schinkenwürfel, ehe ich sie anbrate, ein paar Flocken geriebenen Käse, ein Stück Mango pur… Und für mich ist es endlich super entspannt! Sie klammert sich nicht mehr an meine Beine, jammert nicht mehr die ganze Zeit und hochheben mit bis über’s Handgelenk in Fleischteig getauchte Hände brauche ich sie auch nicht mehr. 😉

Sie läuft!

Die Kleine hat einen richtigen Sprung gemacht.

In den Sommerferien lief sie ja für 3 Wochen nur spätabends / nachts, wie ich hier ja schon erzählt hatte. Am 31. August waren wir im Freibad und dort hat es bei ihr dann wohl Klick gemacht… Sie krabbelte zuerst im flachen Wasser herum und wollte gerne ins etwas tiefere Wasser. Das ging krabbelnd aber nicht, da sie sich dann ertränkt hätte, sobald das Wasser tiefer als ihre kurzen Ärmchen wurde. Sie setzte sich auf und beobachtete die anderen Kinder im Becken. An diesem Tag waren ausschließlich größere Kinder als sie im Becken, die großen Spaß daran hatten, vom Flachen ins Tiefe zu rennen und sich dort lachend fallen zu lassen. Und das immer und immer wieder. Nach einer Weile Beobachtung schien die Kleine zu verstehen, wie es funktionierte. Sie rappelte sich auf, stellte sich wackelig hin (frei stehen konnte sie ja schon länger) und man sah richtig, wie sie sich innerlich sammelte. Ich stand gespannt wie ein Flitzebogen nur etwa einen Meter hinter ihr und wartete auf das, was nun kommen würde. Und sie lief prompt tatsächlich los. Mit süßen, breitbeinigen, unsicheren Schrittchen. Geistesgegenwärtig zählte ich mit – und kam auf 12 Stück!!! Bis zu dem Zeitpunkt hatte sie noch nie mehr als 4 am Stück geschafft! Dann ging ihr das Wasser bis über den Bauch – sie verlor das Gleichgewicht, kippte nach vorne und wollte sich mit den Händen wie an Land am Boden abfangen. Und natürlich ging sie erstmal unter… Zum Glück stand ich ja direkt bei ihr und fischte sie sofort wieder heraus, sie musste ein bisschen husten, lachte dabei aber – und nachdem ich sie ins Flache zurückgetragen hatte, machte sie es direkt nochmal!

Am nächsten Tag, dem 1.9., lief sie dann das erste Mal daheim auch tagsüber. 🙂 Sie rappelte sich auf und tapste los – sah aus wie ein betrunkener Matrose bei Sturm, so wankte sie breitbeinig einher, aber ich hätte sie FRESSEN können, weil es so süß war! Alle paar Schrittchen plumpste sie um, aber immer wieder rappelte sie sich auf und tapste weiter.

Ab diesem Tag wurde es täglich mehr und sicherer. Besonders lustig war es, wenn sie durch einen Engpass hindurch wollte (beispielsweise, weil sie zuvor ihr BobbyCar in den Weg geschoben hatte und der Durchlass nun nur noch etwa 20 Zentimeter breit war). Da blieb sie vor dem Durchgang dann schwankend stehen und fixierte die Lücke hochkonzentriert, ehe sie schließlich loswankte (und meistens dann doch irgendwo strauchelte). Da sie beim Stehen bleiben und zielen immer ziemlich schwankte, sah sie wirklich aus, als hätte sie zuviel Alkohol getrunken. Ich musste jedesmal lachen!

Am 14.9. zogen mein Mann und ich dann also los und kauften der kleinen Maus ihre ersten Schühchen. Wir gingen in ein Fachgeschäft und ließen uns ausführlich beraten, weil uns der gute Sitz und die hochwertige Verarbeitung gerade bei Schuhen für so kleine Füßchen wichtig ist. Billig waren sie natürlich dann nicht… Aber die Maus hatte unglaublich viel Spaß beim Schuhekaufen! Es waren zwei Verkäuferinnen in der Kinderabteilung und wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Kunden. Hauptsächlich wurden wir von einer beraten, aber immer mal wieder kam die andere auch dazu, weil beide so entzückt von der Kleinen waren. 😉 Die war nämlich bestens aufgelegt, strahlte und war die ganze Zeit super gelaunt – auch noch beim 15. Schuhwechsel…! Sie hat eher Schuhgröße 21, aber ziemlich lange Zehen, weshalb dann doch viele Schuhe in 21 zu kurz waren, die in 22 aber noch zu groß. Letztendlich sind es jetzt Schuhe in 21 geworden, Pepino von Ricosta, die fallen eher etwas größer aus. Die Verkäuferin zog ihr immer ein Schühchen an, dann prüfte sie mit Drücken und tasten, ob der Schuh passte, und dann durfte die Maus sich hinstellen und im Stehen wurde nochmal gedrückt und getastet. Wenn die Maus dann stand und die Verkäuferin tastete, dann lachte sie übertrieben, um die Maus abzulenken, falls sie das unangenehm finden könnte. Aber die Maus fand das überhaupt nicht unangenehm und zusätzlich das Lachen extrem witzig – sie lauerte bei jedem Schuh schon beim Anziehen und Drücken im Sitzen auf den Moment, an dem sie sich endlich hinstellen durfte. Stand sie dann, forderte sie die Verkäuferin direkt zum Lachen auf, indem sie es vormachte. Die fand die Kleine einfach nur witzig, ich glaube, so richtig hat sie gar nicht durchschaut, dass das eine Aufforderung sein sollte – sie tat ihr den Gefallen aber auch so und lachte jedesmal wieder so und die Kleine quietschte vor Entzücken. Ich hätte mich kaputtlachen können! Als wir schließlich nur noch zwei Paar in der engeren Auswahl hatte, durfte die Maus damit ein paar Runden in der Abteilung laufen – an den Händen, weil sie sich alleine in der fremden Umgebung und mit den fremden Schuhen an den Füßen nicht traute. Und da stapfte sie dann durch den Laden und strahlte ganz stolz (obwohl ich glaube, dass sie nicht verstand, was genau eigentlich passierte, sie verstand nur, dass es sich um sie drehte und was besonderes sein musste) – ich hätte vor Rührung heulen können!

Am 15.9. war ich mit beiden Kids einkaufen und dort wollte sie nicht im Einkaufswagen sitzen bleiben. Also durfte sie mit ihren neuen Schuhen an den Füßchen laufen. Zum Glück war auch der Große dabei! Den kleinen Quirrl in Schach zu halten und gleichzeitig alles einzusammeln, was auf dem Einkaufszettel steht, gestaltete sich als ausgesprochen schwierig bis unmöglich! Anfangs blieb sie noch bei uns, aber dann marschierte sie auf einmal davon, während wir am Kühlregal stehen blieben. Ich schickte den Großen hinter ihr her, als sie um eine Ecke bog und auf unsere Rufe nicht reagierte. Er lachte laut los, als er sie sah – sie war mittlerweile schon am nächsten Quergang und jauchzte vor Vergnügen, als sie sah, dass er sie fangen wollte, und bog flugs direkt wieder ab. Und so ging es dann die ganze Zeit. Sie flitzte kreuz und quer durch den Laden und kicherte und quietschte vor Begeisterung, wenn wir ihr nachliefen. So eine Nudel!

Vorgestern probierte sie nun auch das erste Mal, einen Ball mit dem Fuß zu schießen. Gar nicht so einfach, zumal es ein großer Ball war, der ihr gefühlt bis zur Hüfte ging (halt ein normalgroßer Volleyball, aber im Vergleich zu so einem kleinen Menschlein…). Sie spielte mit ihrem Bruder Ball und zuerst warf sie ihn immer und er kickte zurück. Das schaute sie sich dann ab und probierte das mit dem Kicken auch – das ist aber noch echt schwer, dafür müsste sie nämlich einen Fuß vom Boden heben und mit einem Bein das Gleichgewicht halten. So richtig klappt es noch nicht, sie rennt mehr in den Ball hinein. 😉

Seit Mitte letzter Woche krabbelt sie nun auch überhaupt nicht mehr und läuft nur noch. Schon erstaunlich, wie schnell das dann am Ende auf einmal geht! Und mit dem Laufen ist sie nun irgendwie dem „Babyalter“ ganz und gar und endgültig entwachsen und zum Kleinkind geworden!