Endlich wieder ein Lebenszeichen

Nun war es aber laaaange still um uns! Das soll so natürlich nicht bleiben – aber hier war es einfach so fürchterlich trubelig und turbulent, dass ich gefühlt zu üüüüberhaupt gar nichts kam. 😉 Ich denke, ich werde die nächste Zeit ein bisschen erzählen, was so los war. Jetzt freue ich mich aber erstmal, dass ich überhaupt wieder da bin.

Gestern hatte die Kleine ihre U7. Sie misst nun stolze 85 cm und wiegt 11,3 kg. Damit ist sie eher klein und eher zart, aber das sehen wir ja auch im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern, wenn wir im SpielRaum sind oder uns privat mit anderen Kindern treffen. Sie ist immer kleiner als die anderen Gleichaltrigen und dass sie nicht dick ist, sieht man ihr ja an. Wobei ich sie auch nicht als „zart“ beschrieben hätte, sie wirkt nicht besonders schmal. Ihre Oberschenkelchen sind schon eher kräftig… 😉 Kopfumfang hat sie 49,5 cm – das wusste ich aber schon, sie liebt es, wenn ich sie ausmesse und kommt alle paar Tage mit meinem Maßband und will, dass ich sie messe.

Auch die restliche Untersuchung verlief problemlos. Sie hat alles bestens mitgemacht, mit der Ärztin Ball gespielt, Tiere benannt (bzw. ihre Laute nachgemacht, die meisten kann sie nicht benennen), sich widerstandslos untersuchen lassen (wobei sicher von Vorteil war, dass sie einen Arztkoffer besitzt und uns sehr gerne mit selbigem untersucht).

Wir wurden gefragt, ob sie schon 2-Wort-Sätze spricht. Ich musste fast lachen. Ich hatte mir im Vorfeld wirklich Sorgen um ihre Sprachentwicklung gemacht – beziehungsweise nicht um die Entwicklung (ich war mir recht sicher, dass alles okay ist und sie halt einfach spät dran ist), aber hätten wir die Untersuchung in ihrem 22. Lebensmonat gemacht, was ja auch schon im U7-Zeitraum läge, dann hätte sie noch lange keine 50 Worte gekonnt und auch überhaupt nichts kombiniert. Seit Anfang Juni kombiniert sie viel und seit Mitte Juni explodiert der Sprachschatz. Ende Mai hatte ich ihre bekannten Wörter gezählt und war auf 75 gekommen – Mitte Juni hatte ich den Überblick dann verloren, weil sie ganz plötzlich total viele neue Worte konnte, und täglich mehrere neue dazu kamen. Sie erzählt schon ganze Zusammenhänge: „Dir hunter lleine nein, Hoppada! Dir hunter Mama Hand.“ (Sie geht die Treppe nicht alleine runter, da könnte sie fallen, sondern an Mamas Hand.) Oder wenn sie rauf in unseren oberen Stock möchte, um die Kaninchen zu füttern, fragt sie: „Dir hoch Hoppa aah?“ Oder sie will im Garten mit dem Papa Ball spielen: „Dir hunter Papa Bann?“ (gefolgt von ihrer Eklärung, wie sie gedenkt die Treppe hinunter zu steigen – siehe oben) So kommt sie schon auf richtig lange Erzählungen und Worte. Sie meidet fast alle Füllwörter wie „oder“ oder „und“, die werden einfach ersatzlos weggelassen, und sie benutzt generell wenige Verben, sondern reiht die Substantive eines Satzes in fast willkürlicher Reihenfolge aneinander. Möchte sie eine Tatsache verneinen, reiht sie alles aneinander und fügt gerne ganz am Ende ein „nein“ hinzu. Die Ärztin war jedenfalls ganz beeindruckt, als ich das erzählte – und ich ganz überrascht, dass sie das beeindruckend fand, es kommt mir so normal vor…

Wir haben nun also eine ganz normal entwickelte, fitte kleine Mausemadame, über die wir sehr glücklich sind! 🙂

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